Bezahlbar und barrierefrei

Bau neuer und zentraler Mietwohnungen in Kirchheim

An der Rosenstraße in Heimstetten entstehen 14 günstige Wohnungen und Appartements.
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An der Rosenstraße in Heimstetten entstehen 14 günstige Wohnungen und Appartements.

„Eigentlich sollte heute Richtfest sein, aber wegen Corona wird es nur ein Rundgang“, sagte Kirchheims Bürgermeister  beim Rohbau an der Rosenstraße in Heimstetten. Dort errichtet die Gemeinde mit dem Generalübernehmer BML BauService eine neue, zentrale Wohnanlage.

Kirchheim –  Durch die Größe des Grundstücks – begrenzt von Häusern und alten Baumbestand – war die Planung eine Herausforderung für die Architekten. Baubeginn war im März. Inzwischen ist der Rohbau einschließlich der Zimmererarbeiten weitestgehend fertiggestellt, der Fenstereinbau ist ebenfalls erfolgt. Derzeit wird der Dachstuhl eingedeckt, eine Photovoltaik-Anlage angebracht sowie die Rohinstallation der Elektroanlagen vorgenommen.

Die Fertigstellung ist für Sommer kommenden Jahres geplant. Dann werden im Erdgeschoss sowie im Obergeschoss acht Drei-Zimmer-Wohnungen mit 73 bis 81 Quadratmetern Fläche entstehen — zwei davon sind für die Nutzung durch Rollstuhlfahrer geplant. Im Dachgeschoss stehen sechs Einzimmerappartements mit 35 bis 50 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Alle 14 Wohnungen sind barrierefrei gestaltet. Das war Voraussetzung seitens der Gemeinde: „Das Projekt ist vorwiegend für Einheimische, junge Familien, Alleinerziehende mit ihren Kindern und für Senioren gedacht“, so Böltl, „gerade für letztere Klientel brauchen wir barrierefreie Wohnungen, von denen das Zentrum schnell erreichbar ist – beispielsweise das REZ oder die S-Bahn“. Als Zielgruppe sieht der Rathauschef vor allem einheimisches KITA-, Pflege- und Verwaltungspersonal.

Der Mietpreis wird von der Gemeinde festgelegt und gemäß eines Gemeinderatsbeschlusses nicht mehr als zehn Euro für den Quadratmeter betragen und damit deutlich unter der ortsüblichen Vergleichsmiete für Neubauwohnungen liegen. Die Wohnungen werden bis Ende des Jahres vergeben. Derzeit können keine Anträge entgegengenommen werden.

Die Gemeinde investiert in das Bauprojekt 6,5 Millionen Euro (Gesamtherstellungskosten 4,95 Millionen Euro plus Grundstückswert 1,6 Millionen Euro). Für das Projekt kann die Kommune eine großzügige Förderung im Rahmen des Wohnungspakts Bayern in Anspruch nehmen. Die Regierung von Oberbayern hat Gelder in Höhe von etwa 4,7 Millionen Euro zugesagt. Davon werden rund 1,9 Millionen Euro als Zuschuss ausbezahlt, knapp 2,8 Millionen Euro kann man als zinsgünstiges Förderdarlehen abrufen. 

Gerhard Fuhrmann

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