In Kirchheim entsteht ein hochmodernes Rechenzentrum

„Hier erden wir die Cloud“

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Auf gute Zusammenarbeit vor dem Bauschild: SDC-Geschäftsführer Sebastian von Bomhard (r.) und Kirchheims Wirtschaftsförderer Tobias Schock.

Startschuss für das neue SDC, SpaceNet Datacenter: Auf fast einem Hektar Fläche entsteht in Kirchheim ein hochmodernes Rechenzentrum, das Dienstleistungen auf höchstem Niveau bieten wird.

Auf der Wiese im dichtbebauten Heimstettner Industriegebiet an der Marsstraße steht einsam ein riesiges Schild: „SDC – Hier erden wir die Cloud.“ Davor frieren bei Regen und Kälte einige Verantwortliche von SDC und Tobias Schock, Leiter der Wirtschaftsförderung Kirchheim. „Eigentlich wollten wir das Treffen bei Sonnenschein machen, aber die Termine ließen das nicht zu“, entschuldigt sich Sebastian von Bomhard, Bauherr und Vorstand der SpaceNet AG. Seine rund 100 Mitarbeiter konnten das „geplante“ Rechenzentrum bereits bei einem Picknick im November vergangenen Jahres besichtigen.

„Wir hoffen, dass unser Zentrum schöner wird als die Nachbarbauten“, sagt von Bomhard und lobt die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kirchheim. „Wir wollten unbedingt einen Standort in Bayern und dabei hat uns das Landratsamt München geholfen. Wir wurden von Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl und Tobias Schock mit offenen Armen empfangen und bekamen schlussendlich hier unser Wunschgrundstück.“

Auf dem soll – wenn alle Formalitäten erfüllt sind – Ende 2017 mit dem Bau begonnen werden. Dann bietet SpaceNet in dem Hochsicherheitsrechenzentrum – neben zwei schon vorhandenen Zentren – als unabhängiger Fullservice-Internetprovider mittelständischen Unternehmen bundesweit Lösungen rund um das Internet an. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Anwendungen für Geschäftsmodelle wie etwa E-Commerce-Lösungen, die hochverfügbare IT-Umgebungen voraussetzen. Als Outsourcing-Partner betreibt SpaceNet für seine Kunden sowohl einzelne Anwendungen und Services in seinen Rechenzentren, übernimmt aber auch den kompletten Betrieb der Unternehmens-IT – mit Cloud-Lösungen wie Mailarchiv, Mail-Dienste oder Hosting Continuity.

„Für uns waren zahlreiche Faktoren bei der Standortwahl wichtig, die in Heimstetten alle erfüllt wurden. Wir brauchen eine Schotterebene, um die Hochwassergefahr auszuschließen. Es durfte keine Autobahn und keine Landstraße in der Nähe sein. Chemiewerke in der Nachbarschaft und auch die Einflugschneise eines Flughafens hätten ein unkalkulierbares Risiko bedeutet. Von zentraler Bedeutung ist jedoch die Energieversorgung. Wir brauchen Strom, viel Strom, ausfallsicheren Strom und den Anschluss an ein leistungsstarkes Glasfaserkabel“, beschreibt von Bomhard das Anforderungsprofil für seinen Neubau. Der soll auch Arbeitsplätze bringen. „Wir schaffen Arbeit, sehen sie aber nicht“, beschreibt er das Innenleben des Zentrums „und wir wollen unbedingt Ausbildungsplätze schaffen“. Gerhard Fuhrmann

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