Bildung, Kirchheim 2030 und Gartenschau

Kirchheim blickt gespannt auf das Jahr 2019

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Bildung, Betreuung, Landesgartenschau und Kirchheim 2030: Bürgermeister Maximilian Böltl erwartet für Kirchheim ein spannendes Jahr 2019.

Bildung und Betreuung, Kirchheim 2030 und Landesgartenschau, Kultur und Brauchtum, Mobilität und Verkehr – Kirchheim widmet sich auch im neuen Jahr seinen Schwerpunkten. Einer davon steht unter dem Motto „Dahoam in Europa“.

Investitionen für Kinder, Familien und Senioren bleiben auch 2019 der Schwerpunkt in der Familiengemeinde. „Wir investieren weiterhin kräftig in Bildung und Betreuung! Gleichzeitig ist keine weitere Kreditaufnahme notwendig, weil die Finanzierungen aus 2018 noch nicht aufgebraucht sind“, erklärt Bürgermeister Maximilian Böltl.

Konkret stehen bei der Orts- entwicklung Kirchheim 2030 und dem dazugehörigen Band für Bildung und Betreuung mit neuem Gymnasium, neuem Rathaus sowie der Erweiterung des Seniorenzentrums die nächsten Schritte an. Im Frühjahr sieht das Baurecht die Beteiligung der Bürger vor. Schon jetzt haben die Mitarbeiter des Bauamts mit den Projektplanern von Höcker Project Mangers, den Stadtplanern bgsm Architekten sowie den Landschaftsarchitekten von Keller Damm viele Hinweise aus Bevölkerung in den Bebauungsplan aufgenommen. Im Herbst soll dann mit dem Satzungsbeschluss auch tatsächlich Baurecht erfolgen. Detaillierter werden dann auch die Planungen rund um die Landesgartenschau 2024 unter dem Motto „Zusammen.Wachsen“, die ebenfalls mit intensiver Beteiligung der Bevölkerung voranschreiten werden. Investitionen für Kinder — und damit für die Zukunft — werden bei der Inbetriebnahme des Hauses für Kinder an der Ludwigstraße sichtbar. Dort entsteht ab Herbst eine zusätzliche Betreuungseinrichtung mit 100 Plätzen, verteilt auf Krippe, Kita und Hort. Das Obergeschoss des Gebäudes ist für günstigen Wohnraum vorgesehen. Damit schafft die Gemeinde attraktive und bezahlbare Bedingungen für Kita-Personal, schließlich sind Erzieher und Kinderpfleger im Großraum München schwer zu finden.

Der Kultur widmet sich die Gemeinde von Januar bis Dezember. Die gängigen Reihen Kabarett hoch 4, Kirchheim Vokal sowie der Kulturherbst stehen wieder im Veranstaltungskalender – Neujahrsauftakt am 24. Januar, das Dorffest vom 5. bis 7. Juli, Musik & Kulinarik am 13. September sowie Christkindlmarkt am 7. und 8. Dezember.

Den Auftakt der Vereinsveranstaltungen bilden die Kirchheimer Schäffler in ihrem historischen roten Gewand. 2019 ist Schäfflerjahr und diese alte Tradition ist in Kirchheim heute noch lebendig. Alle sieben Jahre tanzt die Schäfflerzunft zur bekannten Melodie „Aber heit is koid“. Der Reigen wird am Sonntag, 6. Januar, um 10.30 Uhr vor dem Rathaus eröffnet und dauert bis Faschingsende.

Zu Jahresbeginn setzt die Gemeinde zudem ein Zeichen für mehr öffentlichen Nahverkehr. So wichtig die MVV-Tarif- reform für die gesamte Region und den Landkreis München ist – „für Kirchheim und Heimstetten verbessere sich zu wenig“, findet Böltl. Die Gemeinde kauft vier MVV-Dauerkarten, die sich die Bürger für einen Tag lang gegen eine Spende von 1 Euro ausleihen können. Ab Januar werden die Tickets im Rathaus in Kirchheim und im Umweltamt in Heimstetten erhältlich sein. „Die Umsetzung dieser Idee kann eine große, regionale Lösung, die unbedingt bald kommen muss, nicht wirklich ersetzen und für Berufspendler ist sie auch zu wenig attraktiv. Aber es ist ein kleiner Schritt und ein wichtiges Signal für einen deutlich günstigeren öffentlichen Nahverkehr“, erklärt der Rathauschef. Mit der MVV-Tarifreform ist es nämlich nicht getan. Zum Umstieg auf Bus und Bahn gehören auch Taktverdichtung, Ausbau der Zug- und Sitzplatz-Kapazitäten sowie eine bessere Anbindung. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 gibt es eine direkte Busanbindung an die U2 in Messestadt Ost.

Getragen werden die Aufgaben und Projekte 2019 vom Jahresmotto „Dahoam in Europa“. Mit dem Ziel, den Menschen in ihrer Gemeinde, in ihrer Region und in ihrem europäischen Umfeld den Gedanken zu vermitteln: Europa ist Heimat, ein Zuhause, das jeder selbst und alle gemeinsam gestalten können — beim Brauchtum und beim eigenen Lebensgefühl. Heimat aber braucht Offenheit. Traditionen können nur lebendig bleiben, wenn sie verschieden bleiben dürfen. „Denn das Besondere bei mir am Ort kann ich ja nur als solches erkennen, wenn ich weiß, dass es woanders fehlt“, so Böltl. 

Gerhard Fuhrmann

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