Zwei Gemeinden werden Partner

Kirchheim bekommt neue Partnergemeinde in Sachsen

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Am Tag der Deutschen Einheit feierten Kirchheims Erster Bürgermeister Maximilian Böltl und Frank Schreier, Ortsvorsteher von Boxdorf und Gemeinderat von Moritzburg den offiziellen Beginn der Partnerschaften zwischen den Gemeinden.

30 Jahre nach dem Fall der Mauer besiegeln die Gemeinde Moritzburg mit ihrem Ortsteil Boxdorf und die Gemeinde Kirchheim ihre freundschaftliche Verbindung mit einem kommunalen Partnerschaftsvertrag. Symbolisch wurde ein Baum gepflanzt.

Kirchheim — Tag der Deutschen Einheit: Ein symbolträchtiger Tag für eine Partnerschaft-Unterzeichnung zwischen Boxdorf (Moritzburg) und Kirchheim: Dr. Frank Schreier, Ortsvorsteher von Boxdorf und Gemeinderat von Moritzburg, hat den von Bürgermeister Jörg Hänisch unterzeichneten Vertrag nach Kirchheim mitgebracht, welcher am Tag der Deutschen Einheit in einem feierlichen Rahmen von Bürgermeister Maximilian Böltl gegengezeichnet wurde. Darin bekunden die Unterzeichner den Willen, das erfolgreiche Zusammenwirken in gegenseitiger Achtung und Wertschätzung fortzusetzen und die entstandenen Freundschaften weiterhin zum Wohle der beiden Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürger zu pflegen. Für Bürgermeister Böltl bedeutet dies: „Das Projekt der Wiedervereinigung ist noch lange nicht überall abgeschlossen, wir wollen unseren Teil zum Zusammenwachsen von Ost und West beitragen.“

Zu den Sachsen bestand bislang keine offizielle Partnerschaft, wie Kirchheim sie seit 1998 zu Caramanico in Italien und seit 2006 zu Páty in Ungarn unterhält, sondern nur eine sogenannte kommunale Freundschaft. Nach der Wiedervereinigung entstanden einige solcher Verbindungen.

Denn viele Kommunen der ehemaligen DDR taten sich nach 40 Jahren im Sozialismus schwer, eine Verwaltung aufzubauen. Auch die damals noch eigenständige Gemeinde Boxdorf hatte bereits früh nach der Wiedervereinigung Kontakt zu Kirchheim geknüpft. So wurden die Boxdorfer von den Kirchheimern beim Aufbau einer kommunalen Verwaltungs- und Ortsstruktur sowie bei der

Vorbereitung von Kommunalwahlen unterstützt. Aber auch der persönliche Austausch stand im Vordergrund, beispielsweise 1992, als der Kirchheimer Gemeinderat nach Boxdorf zu den 750-Jahr- Feierlichkeiten anreiste. Im Zuge einer Gebietsreform in Sachsen wurde Boxdorf zunächst Teil der Gemeinde Reichenberg bevor es 1999 an Moritzburg angegliedert wurde. Der Kontakt zu Kirchheim kam dadurch zum Erliegen.

Anlässlich des 40. Geburtstages der Gebietsreform im Jahre 2018 stellte Kirchheim das ganze Jahr unter das Motto „40 Jahre Miteinander“. Im Zuge dessen wurde die ehemalige Städtefreundschaft zwischen der Münchner Umlandgemeinde und dem Ort Boxdorf bei Dresden zu neuem Leben erweckt.

Aktionen und Projekte sollen die Freundschaft zu einer regen Partnerschaft weiterentwickeln. Damit die Gemeinschaft der beiden Orte im Miteinander neue Wurzeln schlägt, pflanzten die Vertreter der beiden Gemeinden eine Winterlinde auf der Wiese zwischen Ludwig- und Hauptstraße, vor dem Haus für Kinder. Das Haus für Kinder wird im November eröffnet und das erste fertiggestellte Projekt von Kirchheim 2030 sein. Und wie Kirchheim 2030 nach und nach an Form gewinnt, so soll auch das lebendige Miteinander von Kirchheim, Boxdorf und Moritzburg wachsen und gedeihen.

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