Kompetenter Fachmann an der Spitze

Aufsichtsrat der Landesgartenschau Kirchheim 2024 nimmt Arbeit auf

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Stephan Keck (hintere Reihe r.), hier bei der Unterzeichnung des Durchführungsvertrages zwischen der Gemeinde Kirchheim bei München und der Bayerischen Landesgartenschau GmbH, ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der Landesgartenschau in Kichheim.

In seiner konstituierenden Sitzung hat der Aufsichtsrat der Landesgartenschau Kirchheim 2024 GmbH wichtige Weichen gestellt. Zum Vorsitzenden wurde einstimmig Gemeinderat Stephan Keck gewählt, der als Bau- und Projektleiter im Garten- und Landschaftsbau arbeitet.

Kirchheim – Der Gemeinderat Kirchheim hatte Keck bereits im September vergangenen Jahres für dieses Amt vorgeschlagen. Der Mitgesellschafter Bayerische Landesgartenschau GmbH (LGS) benannte Hermann Berchtenbreiter, Vizepräsident des Bayerischer Gärtnerei-Verband (BGV), zum ersten Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden. Auch diesem Vorschlag folgte das Gremium einstimmig.

Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl wurde zum zweiten Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Er hatte auf den Vorsitz, der bei allen bisherigen Landesgartenschauen immer vom Bürgermeister besetzt wurde, verzichtet und begrüßte die Wahl des Vorsitzenden ausdrücklich. Keck sei aufgrund seines Berufszweiges fachlich die Idealbesetzung. „Aber auch ganz persönlich – denn wir beide sind inzwischen ein wunderbar eingespieltes Team, das Sachfragen und Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt“, so Böltl. Beide wollen ein engagiertes Tandem bilden, um die Landesgartenschau 2024 in Kirchheim zum Erfolg zu führen.

Weitere Mitglieder des Aufsichtsrats sind für den Gemeinderat Kirchheim Johann Hausladen, Wolfgang Heinz-Fischer, Gerd Kleiber, für das Landwirtschaftsministerium Daniel Klaehre, für die Bayern LGS Hermann Berchtenbreiter, Willy Enßlin und Markus Högl.

Nach der Wahl verabschiedete der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurden die Geschäftsordnung für die beiden Geschäftsführer Johannes Pinzel (Gemeinde Kirchheim) und Maximilian Heyland (Bayerische Landesgartenschau GmbH) sowie die Bildung eines Vergabeausschusses.

Mit dem Büro Sinai, Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, wird nun intensiv in den nächsten Leistungsphasen weitergearbeitet. Das Büro hatte im Sommer den von der Gemeinde Kirchheim ausgeschriebenen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb gewonnen. Unter dem Motto „Natur.verbunden“ entwickelte Sinai einen Beitrag, der die Natur mitten in die Gemeinde holt. Im neuen Kirchheimer Park sind vier kontrastierende Atmosphären über eine zentrale Wegeschleife zusammengebunden. Wildnis, Wasser, Wald und Wiesen liegen als erlebbare und nutzbare ökologische Rückzugsräume inmitten der Gemeinde. Die zentrale Wegeschleife, der große Achter, bindet sie zusammen, so das Konzept der Berliner Landschaftsarchitekten. Die beiden historischen Gemeindeteile Kirchheim und Heimstetten sollen durch eine grüne Lunge zusammenwachsen – das ist das Hauptanliegen der Gemeinde, das durch die Landesgartenschau 2024 realisiert werden kann.

Städtebauförderung für Landesgartenschau in Kirchheim

Die Gemeinde Kirchheim hat zur Umsetzung der Landesgartenschau als ersten Schritt einen Realisierungswettbewerb zur Planung des Freiraums durchgeführt. Dafür hat die Regierung von Oberbayern jetzt Mittel in Höhe von 240.000 Euro aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Zukunft Stadtgrün“ bewilligt.

Nach ihrer erfolgreichen Bewerbung unter dem Motto „Zusammen.Wachsen“ aus dem Jahr 2018 hat die Gemeinde Kirchheim den Zuschlag für die Bayerische Landesgartenschau 2024 erhalten. Der mittlerweile abgeschlossene Wettbewerb, so die Regierung von Oberbayern, zeige Lösungen für eine vielfältige und belebte Landesgartenschau und gleichzeitig für eine verbindende Mitte der beiden Ortsteile Kirchheim und Heimstetten auf. Der Entwurf des Gewinners schaffe fünf unterschiedliche Landschaftsräume mit jeweils eigenständiger Charakteristik und fließenden Übergängen. Ein großer Teich im Park solle als „Oase“ der neuen Mitte fungieren.

Mehr über den Münchner Nordosten gibt es in der Übersicht.

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