Notunterkunft in Dornach bleibt nur noch bis Ende Mai 2016

Kompromiss gefunden!

+
Die Regierung von Oberbayern und die Gemeinde Aschheim haben für die Zukunft der Notunterkunft für Asylbewerber in Dornach einen Kompromiss gefunden.

Die Notunterkunft für Asylbewerber im Gewerbegebiet in Dornach wird definitiv nicht zur Erstaufnahmeeinrichtung mit einer Laufzeit von zehn Jahren umgebaut, sondern Ende Mai 2016 geschlossen. Mit ihrer einstimmig beschlossenen Resolution hat die Gemeinde Aschheim somit viel erreicht.

Das Ergebnis der Verhandlungen zwischen der Regierung von Oberbayern und der Gemeinde Aschheim dürfte die Kommune zufrieden stellen: Man einigte sich nämlich darauf, dass das Bürogebäude in Dornach nicht, wie von der Regierung ursprünglich angedacht, zur Erstaufnahmeeinrichtung mit einer Laufzeit von zehn Jahren umgestaltet wird, sondern schon Ende Mai 2016 schließt. Im Gegenzug duldet die Gemeinde, dass dort noch über den gesamten Winter Flüchtlinge aufgenommen werden. Und zwar maximal 1400 – anstelle der in der Resolution geforderten 500. „Wir sind sehr froh, dass wir einen Kompromiss finden konnten, mit dem beide Parteien leben können“, sagt Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser auf HALLO-Nachfrage. Somit habe die Regierung die Bedenken der Bürger und Firmen in Dornach ernst genommen.

„Natürlich ist hier jeder bereit zu helfen“, sagt der Bürgermeister. Dennoch müsse man zum einen bedenken, dass im Verhältnis zur Einwohnerzahl doch extrem viele Asylsuchende in die Gemeinde gekommen wären, die außerdem bis zu sechs Wochen in der Asylunterkunft bleiben müssten. Zum anderen seien, so Glashauser, auch die Firmen, die ihren Sitz im Dornacher Gewerbegebiet haben, skeptisch gewesen, was eine derart langfristige Erstaufnahmeeinrichtung betrifft. So habe es für die Gemeinde letztlich auch finanzielle Gründe gegeben, die Resolution zu erlassen: „Wir sind auf die Gewerbesteuern angewiesen, wir können es uns nicht leisten, dass die Firmen wegziehen“, so Glashauser.

„Wir haben die Bedenken der Gemeinde Aschheim trotz zuvor erfolgter frühzeitiger Einbindung seitens der Regierung akzeptiert“, bestätigt auch Simone Hilgers von der Regierung von Oberbayern. Deswegen komme man dem Wunsch der Gemeinde nach und werde die Pläne für eine längere Nutzung des Gebäudes derzeit nicht weiterverfolgen.

Dennoch sicherte die Gemeinde der Regierung zu, sich über den Winter weitere Gedanken über die künftige Nutzung des seit 2006 leer stehenden Bürogebäudes zu machen. „Zudem sind wir auch bereit, erneut mit der Regierung über das Thema zu sprechen“, berichtet Glashauser. Über das weitere Vorgehen werde in den öffentlichen Sitzungen gesprochen. Der Bürgermeister hofft daher, „dass wir auch weiterhin so gute und konstruktive Gespräche mit der Behörde führen werden“.

Tanja Buchka

Auch interessant:

Meistgelesen

Die Kosten steigen auf über 12 Millionen – Landesgartenschau 2024 in Kirchheim
Die Kosten steigen auf über 12 Millionen – Landesgartenschau 2024 in Kirchheim
Projekt „Kirchheim 2030“ schreitet voran –  Spatenstich für die Ortsmitte
Projekt „Kirchheim 2030“ schreitet voran –  Spatenstich für die Ortsmitte

Kommentare