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Verhaltene Reaktion des Ministeriums

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Eher verhalten hat der Krankenhausplanungsausschuss auf die Pläne reagiert, in Kirchheim eine Privatklinik zu errichten. © fit

Der Krankenhausplanungsausschuss hat sich jetzt mit dem geplanten Projekt einer privaten Klinik in Kirchheim befasst. Wie eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums erklärte, war die Reaktion auf das Vorhaben eher zurückhaltend.

An der Sonnenallee in Kirchheim soll eine Klinik in privater Trägerschaft durch zwei Ärzte errichtetet werden. Nach derzeitigen Planungen soll die Einrichtung 180 Betten bieten und die Bereiche Tumor- chirurgie, allgemeine Onkologie oder Wirbelsäulenchirurgie sowie eine Palliativstation und Notaufnahme auf sechs Stationen umfassen. Einen Antrag auf Prüfung des Vorhabens hatte CSU-Fraktionssprecher Stefan Schelle Ende Juni im Kreistag eingebracht.

Der Krankenhausplanungsausschuss reagierte auf seiner jüngsten Sitzung eher verhalten auf das Ansinnen. Das Gremium vertrat die Auffassung, dass hier zunächst eingehend geprüft werden müsse, ob und in wie weit dieses Vorhaben bedarfsgerecht sei. Dabei ging es ihm unter anderem um die Frage, welche Krankenhäuser derzeit die Versorgung der Bevölkerung insbesondere im nordöstlichen Teil des Landkreises München übernehmen und welche Auswirkungen eine Realisierung des Kirchheimer Projekts auf diese Kliniken hätte.Das neue Kirchheimer Krankenhaus solle kein neues Kreisklinikum werden, hatte Schelle beim Einbringen seines Antrags erklärt. Der Landkreis habe für so ein Projekt das Geld gar nicht. Kirchheims Bürgermeister hatte damals ergänzt, das Kirchheimer Krankenhaus solle bewusst keine reine Privatklinik werden, sondern eine Klinik für alle Bürger im Landkreis.Landrat Christoph Göbel (CSU) sah in seiner ersten Einschützung die Grund- und Regelversorgung durch die neue Klinik nicht tangiert und betonte, diese können eine sinnvolle Ergänzung zur bisherigen Versorgung sein.

Im Kreisausschuss hatte sich eine Mehrheit für das Projekt ausgesprochen. Die Klinik soll demnach als Stiftung verwirklicht werden. Als Stiftungszweck soll die medizinische Versorgung der Land- kreisbürger festgeschrieben werden. Der Landkreis selbst soll die Stiftung nur ideell unterstützen.

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