Speed-Dating zum Geburtstag

100 Jahre Vhs-Jubiläum in Aschheim

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Lokalpolitik in der Vhs: (v.l.) Die Bürgermeister Maximilian Böltl, Thomas Glashauser und Werner van der Weck hatte Vhs-Leiterin Carmen Stahl zu einem anderen Format des Bürgerkontaktes eingeladen: einem Speed-Dating-Forum.

Bürgersprechstunden kennt jeder. Die Bürgermeister der Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim standen nun aber für Fragen im Speed-Dating-Format zur Verfügung.

Hell erleuchtet war Aschheims „Kulturelles Gebäude“. Und das Jubiläumsprogramm, als lange Vhs-Nacht dargeboten, war ein echter Publikumsmagnet, der Blicke hinter die Kulissen zuließ.

Fasziniert waren die zahlreichen Vhs-Gäste von der spannenden Bildpräsentation über Buenos Aires, die den Blick auch abseits der Touristenattraktionen auf die argentinischen Haupt- und Millionenstadt Buenos Aires freigab. Noch während der anschließenden Tangopräsentation im großen Saal trafen die drei ersten Bürgermeister Maximilian Böltl (Kirchheim), Thomas Glashauser (Aschheim) und Werner van der Weck (Feldkirchen) im Obergeschoss des Aschheimer Kulturellen Gebäudes ein – zum „Bürgermeister-Speed-Dating“.

Dass die Stoppuhr beim Speed-Dating ihre Launen zeigt, störte die fragenden Bürger gar nicht. Ob man nicht beim Stadtradln im kommenden Jahr für die drei Gemeinden eine eigene Eröffnungstour und/oder ein Abschlussfest gestalten könne, wollten zwei Damen wissen. Grundsätzlich erklärten sich die Rathauschefs hierzu bereit, auch wenn das wohl nicht zu Gemeindeaufgaben gehöre.

Kirchheim hat seine Bajuwarenstraße zur einer Radl-Straße ausgebaut, was einen Bürger auf die Frage brachte, warum dieser abrupt aufhöre und nicht weitergeführt werde in Aschheim und Feldkirchen. „Das war nicht abgesprochen“, erklärte Thomas Glashauser die Situation, dass man sich in den Nachbarkommunen nicht an dem Projekt beteiligte. Kirchheim habe das aber angekündigt, rechtfertigte Böltl seinen Alleingang.

Wann denn endlich die neue Kindertagesstätte zwischen Ludwig- und Hauptstraße käme, die schon im September hätte fertiggestellt sein sollen, wollte ein Kirchheimer Bürger wissen. Dort wird Platz für 100 Kinder entstehen. Am 1. November soll der Betrieb aufgenommen werden und am 23. November der Tag der offenen Tür sein, berichtete Böltl und geriet ins Schwärmen. „Das ist mein Baby, das wird großartig, innen picobello“.

Ein Feldkirchner Bürger forderte die drei Bürgermeister auf, die Verlängerung der U-Bahnlinie bis Kirchheim anzugehen. Doch das Thema sahen die drei derzeit nicht auf ihrer Agenda, wenn man es auch als gute Idee einstufte, doch bleibt die Frage: Wer zahlt? Glashauser mutmaßte, dass zunächst wohl Engelschalking mit U-Bahnanschlüssen versorgt werde.

Das Bürgermeister Speed-Dating war ein neues Format für den sonst üblichen Bürger- und Rathaus-Kontakt wie Bürgersprechstunde oder Bürgerversammlung. 

ar

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