Jahr mit Höhen und Tiefen

Ein Supermarkt für Pliening: 2012 soll die Bauleitplanung für den EDEKA-Markt endlich abgeschlossen werden. Foto: Gde. Pliening

Plienings 1. Bürgermeister zum Jahreswechsel VON GEORG RITTLER

2011 war ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Bei uns und in aller Welt ist viel geschehen, was uns stark bewegte oder Betroffenheit auslöste. Ich darf dabei an die Folgen eines der schlimmsten Erdbeben in Japan und eines Tsunamis erinnern, der zu einer Havarie im Atomkraftwerk Fukushima führte. Dies veranlasste die Bundesregierung, die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zurückzunehmen und bis 2022 aus der Atomenergie auszusteigen. Eines ist sicher, die Energiewende ist eine der Entscheidungen von 2011, die unser Land spürbar verändern wird. Auch wir als Kommunen sind hier entsprechend gefordert. Zum Jahresthema wurde 2011 erneut die Wirtschaft. Manche Daten boten Anlass zu neuer Sorge, andere waren erfreulich wie selten. Denn während einerseits die Staatsschulden- und Eurokrise immer weitere Kreise zog und immer neue Rettungsschirme aufgespannt wurden, hielt andererseits der schon 2010 einsetzende Aufschwung 2011, wenn auch abgeschwächt, weiterhin an. Ich bin froh, dass die Gemeinde Pliening in diesem Jahr trotz Sparmaßnahmen im investiven Bereich viel bewegen konnte. Im Einzelnen darf ich dabei erinnern an – die Aufstockung, Erweiterung der Räumlichkeiten für die Schule sowie die Sanierung des Sanitärbereiches der Turnhalle ist zwar noch nicht ganz fertig, aber ein Ende ist in Sicht. Aber wenn man nun die äußere Hülle sieht, denke ich, dass es ein gelungenes Objekt ist. Innen schaut es noch schöner aus, lichtdurchflutet und offen und freundlich. – den Bau der Beleuchtung des Geh- und Radweges von Lands-ham nach Landsham Moos. – den Bau des Geh- und Radweges von Gelting nach Markt Schwaben, der bereits mit der Tragdeckschicht ausgestattet ist. – den Ausbau der Breitbandversorgung in Pliening/Gelting. Nach einer Machbarkeitsstudie hat die Telekom den Auftrag erhalten und wird nun in einem Jahr in Pliening und Gelting den Ausbau vornehmen. In Landsham sind die Arbeiten bereits im Gange. Im 1. Halbjahr 2012 sollte dort der Ausbau vollendet sein. – die Einstufung der Umgehungsstraße im 7. Straßen- und Ausbauplan. Das Plieninger Straßenbauprojekt wurde auf Anhieb auf Grund der Kostennutzenanalyse, der Umweltrisikoeinschätzung und der Raumwirksamkeitsanalyse in die Dringlichkeitsstufe 1 in die 1. Reserve, eingestuft, was einen großen Erfolg darstellt. Die Arbeiten werden weiter vorangetrieben. Diese und noch viele kleine Investitionen haben dazu beigetragen, die Lebensqualität in Pliening zu verbessern und den Standort zu stärken. Und auf diesem Weg werden wir 2012 weiter voranschreiten. Wir können und wollen Pliening einen Schub nach vorn geben, auch wenn unsere Haushaltslage nach wie vor nicht besonders rosig ist. Kommune heißt Gemeinschaft Im Mittelpunkt der Agenda für 2012 stehen dabei die Fortführung der Arbeiten für ein „Leben im Alter in Pliening“, die Weiterführung der Arbeiten für die Umgehungsstraße, die Fertigstellung der Bauleitplanung für den EDEKA-Markt und eine Vielzahl von Bebauungsplänen – so das Gewerbegebiet V, das Areal nördlich der Erdinger Straße und östlich vom Netto, die Wohnbebauung am Tanzfleckl und Bebauung in Landsham am Maibaum bzw. südlich und westlich des Maibaumes. Ach Flächennutzungsplanänderungen stehen an. Zum einen für Lands-ham Moos und für die nördliche Biogasanlage als Sondergebiet Windkraft ist derzeit in aller Munde. Es gilt dabei ein Gesamtkonzept für den ganzen Landkreis zusammen mit den 20 weiteren Gemeinden zu schmieden und vor allem einheitliche Kriterien zu erarbeiten. In der Gemeinde sind wir gefordert Aufstellungsbeschlüsse zur Änderung der Teilflächennutzungspläne Windkraft zu fassen, damit einer „Verspargelung“ entgegengewirkt wird. Neben all diesen Maßnahmen wird uns sicher noch das Eine oder Andere überraschen, dennoch werden wir uns den Herausforderungen im Jahr 2012 stellen. Liebe Leser, Kommune heißt Gemeinschaft, sie funktioniert am besten, wenn sich viele daran beteiligen, ihre eigene Gemeinde für die Bewohnerinnen und Bewohner attraktiv zu machen beziehungsweise zu halten. Deshalb bin ich sehr froh, dass es in der Gemeinde Pliening viele Menschen gibt, die sich für das Gemeinwesen und für andere einsetzen. Vieles von dem, was unsere Gemeinde mit all samt seinen Ortsteilen lebenswert macht, geht auf das gemeinsame Wirken verschiedenster Gruppen oder Interessenvertreter, Vereine zurück sowie auf bürgerschaftliches Engagement. Blick aufs Jubiläumsjahr 2013 So darf ich, allen voran der Festausschuss, auch auf die Unterstützung unserer organisatorischen Arbeiten und Festivitäten „1200 Jahre Pliening“ im Jahr 2013 verweisen. Pliening eröffnet das Jubiläumsjahr 2013 mit einem Festakt am 12. und 13. Januar2013, der Tag der ersten urkundlichen Erwähnung. Vom 13. bis 17. Juni findet eine Festwoche statt, wobei am Sonntag dann ein historischer Umzug stattfindet. Hier dürfen wir alle Mitbürgerinnen und Mitbürger um ihre Mithilfe bitten. In diesem Sinne bereits heute am Anfang eines neuen Jahres ein herzliches Dankeschön allen für ihr Engagement und Einsatz. Es kommt vielen Einzelnen zugute, es stärkt den Zusammenhalt unserer Dorfgemeinschaft. Dies hat uns Ministerpräsident Horst Seehofer in seinem Antwortschreiben, dass er die Schirmherrschaft für das Festjahr übernimmt, eindringlich dokumentiert.

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