Sparen auf mehr Platz

Ist-Zustand der weiterführenden Schulen im Nordosten

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Ab dem Schuljahr 2019/2020 könnte nach den derzeitigen Plänen die Erweiterung der Realschule Aschheim in Betrieb gehen.

Rund 10,9 Millionen Euro umfasst das Haushaltsjahr 2019 des Zweckverbands „Staatliche weiterführende Schulen im Osten des Landkreises München“, dem die Verbandsmitglieder Aschheim, Kirchheim und Feldkirchen und der Landkreis München jetzt zustimmten.

Der Verwaltungshaushalt umfasst 3,2 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt 7,8 Millionen. Zu den Aufgaben des Zweckverbands zählen die Bewirtschaftung und der Unterhaltung der Schulanlagen, aber auch die Bereitstellung, Einrichtung und Ausstattung der Schulen sowie nicht zuletzt auch die Personalkosten für Hausmeister und Verwaltung. Zudem machen die steigenden Schülerzahlen erhebliche Baumaßnahmen notwendig. Dazu zählt der Erweiterungsneubau des Gymnasiums Kirchheim, das derzeit 1278 Schüler besuchen, wovon 13 Prozent außerhalb des Zweckverbandsgebietes leben. Ebenso die Erweiterung der Realschule Aschheim mit derzeit 653 Schülern, wovon 14 Prozent ihren Wohnsitz außerhalb des Zweckverbandsgebiets haben. Für diese „auswärtigen“ Schüler erhält der Zweckverband Gastschulbeiträge, neben dem Kreisanteil die größte Einnahmequelle des Zweckverbands. Pro Gymnasiasten werden 925 Euro erhoben und 151.700 Euro erzielt, pro Realschüler 800 Euro mit 75.200 Euro Einnahmen kalkuliert.

Eigentlich war eine Erweiterung der Realschule Aschheim in Modulbauweise schon für dieses Schuljahr angedacht, doch nun sollen neun Architekten zum Thema angefragt werden. Letztendlich wird einer von ihnen einen den aktuellen Anforderungen entsprechenden Plan für die Modul-Konstellation erstellen, deren Bauzeit bei zehn bis zwölf Wochen liegt. Dem Modul-Gebäude wird eine mindestens drei- bis vierjährige Nutzungszeit zu geschrieben. Für das Haushaltsjahr 2019 sind 180.000 Euro Mietausgaben und 70.000 Euro Baunebenkosten eingeplant, wofür der Landkreis die Kosten zu 100 Prozent übernimmt. Den Baugrund stellt die Gemeinde Aschheim kostenlos zur Verfügung.

Ob denn auch an eine Erweiterung gedacht sei, fragte Anke Pohlmann, Elternbeirats-Vorsitzende der Realschule. Man könne flexibel auf den Bedarf reagieren, so Michèle Schlautmann, Geschäftsleitung des Zweckverbands. „Aber nur wenn’s Grundstück groß genug ist,“ ergänzte Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser. Ab dem Schuljahr 2019/20 könnte dann der Unterricht dort stattfinden. Das Lehrerkollegium dürfte dann auch beim Klassenwechsel bisweilen eine sportliche Distanz von rund 400 Metern zwischen den beiden Häusern zurücklegen. Mit je fünf Klassen der Jahrgangstufen sechs und sieben sowie einer personellen Erweiterung der Schuleitung rechnet Realschuldirektorin Gabriele Frohberg-Hintzen schon jetzt. In den bestehenden Klassen werden derzeit nur Härtefälle aufgenommen. Auch für die kommenden Eingangsklassen erwartet sie einen großem Zustrom.

Im Gymnasium Kirchheim herrscht „business as usual“. Man heimst überregionale Auszeichnungen, Lob und Anerkennung ein und leistet die „Winteraktivitäten wie gehabt“; ergreift unter anderem Maßnahmen gegen ausfallende Heizungswärme und kann derzeit gegenüber sonst freitags keine auffallenden Fehlzeiten der Schüler feststellen.

Das geplante Investitionsvolumen des Zweckverbandes liegt im aktuellen Finanzzeitraum 2019 bis 2022 bei 7,1 Millionen Euro für das Haushalt 2019, 24,3 Millionen Euro für 2020, 38,3 Millionen Euro für 2021 und bei 47,8 Millionen Euro für 2022. Auch wenn der Landkreis 70 Prozent der förderfähigen Kosten der Gebäude bezahlt, kommen auf Aschheim, Kirchheim und Feldkirchen somit erhebliche Kosten zu.

ar

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