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„Unsere Landesgartenschau wird ein Gesamtkunstwerk“

Interview mit Stephan Keck, designierter Aufsichtsratsvorsitzender der Kirchheim 2024 gGmbH

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Traumberuf „Landschaftsbau“: Stephan Keck, designierter Aufsichtsratsvorsitzender der Kirchheim 2024 gGmbH, verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz.

Die Gemeinde Kirchheim hat den Zuschlag für die Durchführung der Landesgartenschau (LGS) im Jahr 2024 erhalten. Mit großen Schritten geht es jetzt an die Umsetzung. HALLO sprach mit Stephan Keck, dem designierten Aufsichtsratsvorsitzenden der Kirchheim 2024 gGmbH, der hauptberuflich als Bau- und Projektleiter im Garten- und Landschaftsbau tätig ist.

HALLO: An was haben Sie als Erstes gedacht, als Sie von Ihrer Nominierung als Aufsichtsratsvorsitzender der Kirchheim 2024 erfahren haben? 

Keck: Wow! Bei der Internationalen Gartenschau 1983 in München habe ich meinen Traumberuf „Landschaftsbau“ entdeckt. Bei der Bundes- gartenschau 2005 durfte ich beruflich mitwirken und nun kann ich wesentlich zum Erfolg einer Landesgartenschau in meinem Heimatort beitragen!

Ist die Tätigkeit für Sie neben Ihrem Beruf eine Belastung?

 Nein. Das empfinde ich überhaupt nicht so. Im Gegenteil: Ich bin hochmotiviert. Wenn Sie jedoch meine Familie fragen: Wir werden im Herbst das zweite Mal Großeltern und ich möchte natürlich viel Zeit mit meinen Enkeln verbringen. Bisher schaffe ich es aber ganz gut, Familie, Beruf und Ehrenämter unten einen Hut zu bringen. Vor allem von meiner Frau erfahre ich große Unterstützung.

Wie sehen Sie Ihre Hauptaufgabe für die Landesgartenschau? 

Zunächst mal die eines jeden Aufsichtsrates: Beitragen, dass alles fachlich und finanziell stimmig abläuft. Gegen Ende der Gartenschau 2024 werde ich mein 40-jähriges Berufsjubiläum feiern. Diesen Erfahrungsschatz, verbunden mit gesundem Menschenverstand, möchte ich in das Team der Gartenschau aktiv einbringen. Momentan gilt es, die richtigen Weichen für eine erfolgreiche Landesgartenschau in Kirchheim zu stellen. Durch meine Mitarbeit im Planungsteam des Gesamtprojekts Kirchheim 2030 werden die Notwendigkeiten der LGS eine starke Stimme haben.

Neben Ihnen sind noch Projektleiterin Martina Görner und die beiden Geschäftsführer Johannes Pinzel und Maximilian Heyland tätig. Wie sieht die Aufgabenteilung aus? 

Die beiden Geschäftsführer tragen die Verantwortung für die Vorbereitung einer erfolgreichen Gartenschau. Bei Frau Görner laufen die Fäden des Gesamtprojektes zusammen. Nur wenn wir es schaffen, das Zusammenspiel aller Projekte (Gymnasium, Rathaus, Landesgartenschau und einen ersten Teil der Wohnbebauung) zu optimieren, werden wir Erfolg haben. Hier könnte neben meinen bauleiterischen auch meine bald 18-jährige Gemeinderatserfahrung helfen.

Am 7. August 2018 kam die Nachricht, dass Kirchheim im Jahr 2024 die Landesgartenschau (LGS) ausrichten darf. Was wurde seitdem in die Tat umgesetzt? 

Wir haben in intensiver Kleinarbeit das erfolgreiche Bewerbungskonzept in einen „Realisierungswettbewerb“ überführt. Hierbei haben uns die durchgeführten Bürgerbeteiligungen und die damit verbundenen vielfältigen Anregung sehr geholfen. Der Planungswettbewerb läuft gerade und ich freue mich schon auf das Preisgericht im Juli. Parallel wurde kürzlich die Durchführungsgesellschaft „Landesgartenschau Kirchheim 2024 gGmbH“ offiziell gegründet und die beiden Geschäftsführer gesucht und gefunden. Die notwendigen Büroräume konnten bereits angemietet werden und die ersten Fördergelder wurden gesichert. Auch die ersten Spender stehen schon bereit. Sobald im Juli ein Wettbewerbssieger feststeht kann es mit der Arbeit so richtig losgehen.

Konnten alle bisherigen Bürgerwünsche in das Planungs-Konzept eingearbeitet werden oder konnten manche nicht berücksichtigt werden? 

Alle Bürgerwünsche und -anregungen wurden in die Wettbewerbsunterlagen aufgenommen. Deshalb kennen alle Planer die Wünsche unserer Bürger. Zum Thema Wasser wurden beispielsweise vielfältige Anregungen vorgebracht: Vom Badesee über einen Wasserspielplatz bis zum repräsentativen Brunnen. Alle Anregungen werden sicherlich nicht erfüllt werden können. Ich bin aber sehr auf den Ideenreichtum und die Innovation der Wettbewerbsteilnehmer gespannt.

Für den Bau des Gymna- siums mussten Bäume gefällt werden. Dies hat zu starken Protesten bei einigen Bürgern geführt. Müssen für die Gartenschau auch Bäume gefällt werden? 

Reichlich Erfahrung: Beu der Bundesgartenschau 2005 in Riem durfte Stephan Keck beruflich mitwirken.

Auch der Wunsch nach Erhalt von möglichst viel Bestandsgrün ist den Wettbewerbsteilnehmern bekannt. Ich gehe davon aus, dass kein Landschaftsarchitekt leichten Herzens Bestandsgrün aufgibt. Insofern kann die Frage jetzt noch nicht klar beantwortet werden. Ich bin aber sicher, dass wir nach Fertigstellung aller Arbeiten einen zentralen Ortspark bekommen, indem der heutige Pflanzenbestand verbunden mit ergänzenden Neupflanzungen unser aller Begeisterung finden wird. 

Sind noch weitere Informationsveranstaltungen geplant? 

Ja sicher. Das Konzept der Landesgartenschau als Bürgerbewerbung soll konsequent weitergeführt werden. Im Juli findet das Preisgericht statt. Unmittelbar am nächsten Tag werden alle Entwürfe für die Öffentlichkeit ausgestellt. Auch bei dieser Gelegenheit stehen wir für Anregungen und Diskussionen zur Verfügung. Der gesamte Prozess des Planens und Bauens wird transparent durchgeführt.

Der Spatenstich ist für den Sommer 2020 geplant. Ist das realistisch? Was muss danach noch erledigt werden, um 2024 die Landesgartenschau termingerecht zu eröffnen? 

Der Termin ist sportlich gewählt. Wir werden aber 2020 mit den Arbeiten für den Park beginnen. Nach Abschluss des Planerwettbewerbs wird schnellstmöglich einer der Wettbewerbssieger mit den weiteren Arbeiten beauftragt. Zunächst müssen der Grundausbau des Parks mit allen Detailplanungen und Ausschreibungen durchgeführt werden. Solange der Bau des Gymnasiums und des Rathauses zügig starten, ist das aber unkritisch. Die Hauptarbeiten für den Ausbau des Parks und der Gartenschau werden 2021 durchgeführt, so dass der Großteil aller notwendigen Bäume und Sträucher bis Frühjahr 2022 gepflanzt werden können. Im Anschluss werden die Arbeiten bis zur Eröffnung immer weiter verfeinert, so dass das „Gesamtkunstwerk LaGa Kirchheim 2024“ bestehend aus Park, temporären Ausstellungen und umfangreichem Kulturprogramm pünktlich eröffnet werden wird. Ich bin aber sicher, dass auch bei dieser Gartenschau am Eröffnungstag hinten die Gärtner das Gelände verlassen, während vorne begeisterte Besucher das Gelände betreten.

Interview: Gerhard Fuhrmann

Offene Gartentür

Am „Tag der offenen Gartentür“, der dieses Jahr am Sonntag, 30. Juni, stattfindet, stehen in ganz Bayern wieder Gärten von privaten Grundstücksbesitzern offen. Die Gärten sind von 10 bis 17 Uhr für die Besucher geöffnet. Auch Angela und Stephan Keck beteiligen sich mit ihrem Mehrgenerationengarten am „Tag der offenen Gartentür“. Der 60 Jahre alte Mehrgenerationengarten an der Maria-Glasl-Straße 12a ist ein 650 Quadratmeter großer „Schattengarten“ mit verschiedenen Sitzplätzen und einem begrünten Garagendach.

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