S7 endlich zweigleisig ausbauen

Die Initiative S7OstPlus veranstaltet Podiumsdiskussion in Aying

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Der Spatenstich für den zweigleisigen Ausbau der S7 bis zur Kreuzstraße war bisher leider nur symbolisch. Die Initiative S7OstPlus lädt zu einer öffentlichen Diskussion in Aying ein, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Verspätungen, überfüllte Bahnen und Zugausfälle – damit sind S-Bahn-Pendler im Münchner Umland sehr häufig konfrontiert. Insbesondere die S7 ist ein Problemkind. Die bereits 2013 gegründete Initiative S7OstPlus fordert einen zweigleisigen Ausbau der S7 und der Mangfalltalbahn bis Rosenheim. Eine Podiumsdiskussion dazu mit hochrangigen Gästen findet am Dienstag, 21. Mai, um 19 Uhr im Ayinger Bürgerhaus an der Kirchgasse 4 statt.

Als Diskussionsteilnehmer werden der Landrat des Landkreises München, Christoph Göbel, der Bürgermeister vom Markt Bruckmühl, Richard Richter, die stellvertretende Landrätin und Verkehrsexpertin der SPD, Annette Ganssmüller-Maluche, der Mobilitätsexperte der Grünen und Landtagsabgeordnete Dr. Markus Büchler sowie der Verkehrsplaner Thomas Kantke erwartet. Bürgermeister Johann Eichler aus Aying moderiert die Diskussion.

Die bereits vor sechs Jahren gegründete Initiative S7OstPlus will nicht nur ein zweites Streckengleis von Giesing bis zur Kreuzstraße, außer den Stationsbereichen in Neuperlach Süd (Hochlage) und Kreuzstraße (Hanglage, Endbahnhof) durchsetzen. Außerdem gefordert wird ein 10-Minuten-Takt der S-Bahn bis Höhenkirchen-Siegertsbrunn sowie ein 20-Minuten-Takt ganztägig bis zur Kreuzstraße inklusive Halt sämtlicher S-Bahnen an sämtlichen Stationen entlang der Strecke – also keine Eil- und Leerfahrten mehr. Als letzter Punkt steht der barrierefreie Ausbau aller Stationen auf der Agenda: Hier fehlen noch Planungen für den Bahnhof Hohenbrunn und den Haltepunkt Wächterhof.

Seit Jahren schon setzt sich die Initiative S7OstPlus für einen zweigleisigen Ausbau der S7 und damit für eine Taktverbesserung und mehr Pünktlichkeit ein. Ein gleichzeitiger Ausbau der Mangfalltalbahn, die ebenfalls schon lange für die Zweigleisigkeit vorgesehen ist, würde laut Initiative die Straßen und die Umwelt massiv entlasten und damit die Lebensqualität aller steigern. Pendler würden nicht mehr von Verspätungen und verpassten Anschlüssen geplagt. Die Gemeinden im Landkreis München entlang der S7-Ost haben mehr als 60.000 Einwohner (55.000 im Bereich Neubiberg - Höhenkirchen-Siegertsbrunn zuzüglich 5.500 im Bereich Aying). Hinzu kommen etwa 60.000 Einwohner auf den 19 Kilometern zwischen Bruckmühl und Kolbermoor (plus Tourismus Bad Aibling). Die Zahlen machen für die Veranstalter der Diskussion auch die volkswirtschaftliche Bedeutung für den Ausbau deutlich. Mehr als 120.000 Bürger seien potenzielle Nutzer der Bahnverbindung nach München und erwarteten, mit ihrer Forderung nach einem zeitgemäßen ÖPNV gehört und ernst genommen zu werden. Bisher hat sich die Initiative S7OstPlus in ihren Aktivitäten auf das Gebiet des Landkreises München beschränkt. Aber eine gemeinsame Anstrengung der Landkreise München und Rosenheim habe bei der Staatsregierung ein ungleich größeres Gewicht, damit die Strecke Giesing - Aying - Bad Aibling - Rosenheim endlich zweigleisig ausgebaut werde. Durch eine neu zu bauende Umfahrung Kreuzstraße könne außerdem ein Regionalexpress von Rosenheim über Bad Aibling und Aying direkt zum Ostbahnhof verkehren. Der Soll-Zustand der Strecke ist unter www.s7ost.de zu sehen. Weitere Informationen gibt es auch bei Facebook auf der Seite „Ini­tiative S7 Ost plus“. 

cen

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