Initiative „Pro Metzgerei- & Schlachtgemeinschaft an der A99“ vorgestellt

Werben für das Schlachthofprojekt

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Bürgermeister Thomas Glashauser und Projektentwickler Albert Oppenheim auf dem Areal, auf dem die Metzgerei- und Schlachtgesellschaft an der A99 entstehen soll. Im Hintergrund die Gewerbegebiete von Heimstetten und Feldkirchen.

Das geplante Fleischhandelszentrum im Aschheimer Gewerbegebiet wird aktuell spezifiziert als „Metzgerei- und Schlachtgemeinschaft an der A 99“. Mit gleichem Namen wirbt eine Initiative für die Projekt-Realisierung. Auf drei Ebenen erfolgt die Information: im Internet unter „Metzgereigemeinschaft-a99.de“, ab Ende August an einem Infostand an der Klausnerstraße und am Freitag, 16. September, in einer Veranstaltung in Aschheim.

Zum Pressegespräch trat man im Team auf: Bürgermeister Thomas Glashauser warb gezielt für eine hohe Wahlbeteiligung beim Bürgerentscheid am 9. Oktober, um eine breit aufgestellte Entscheidungsbasis zu erhalten; Albert Oppenheim will als Projektentwickler die Bürger über das geplante Vorhaben informieren und folgt damit der Aufforderung der Aschheimer CSU- und SPD-Fraktion, selbst aktiv in die Öffentlichkeit zu gehen.

 „Ideal ist Aschheim als Standort“, weil hier eine Schnittstelle zwischen der Tierproduktion in der ländlichen Region und den Verbrauchern in der Stadt liege, schwärmte Oppenheim. Zwei räumlich getrennte Schlachtanlagen (Rinder/Schweine) nebst 15 bis 20 eigenständigen Fleischverarbeitenden Betrieben mittlerer Größe sollen westlich der A99 in Nachbarschaft des Möbelhauses und Postfrachtzentrums entstehen. Ein jeder mit seinem Unternehmens-Hauptsitz und eigener Verwaltung vor Ort. Für Glashauser nährt dies die Hoffnung auf Gewerbesteuer, zumindest jedoch auf einen ordentlichen Umsatzsteueranteil. Ein Posten, der aktuell im Aschheimer Haushalt bei 1,7 Millionen Euro liegt.

Da man noch mit Interessenten aus der Region in Verhandlung stehe, will Oppenheim derzeit keine Namen nennen. Er lässt aber die Möglichkeit zu, dass die verschiedenen Betriebsinhaber auch Eigentümer am Gesamtgebäudekomplex werden können. Zum Thema Biogasanlage äußerte Oppenheim, dass hier der Platz dazu wäre, aber die Rentabilität noch nicht sichergestellt sei. Auch der Immissionsschutz stelle hier hohe, meist kostspielige Anforderungen.

Die Anlieferung der Tiere erfolge weitestgehend über die Autobahn in den verkehrsärmeren Morgenstunden. Geschlachtet werden die Tiere erst nach einer gewissen Ruhezeit. Amtlich tätige Veterinäre sollen nur schlachtfähige Tiere, deren Herkunft und Qualität aufgrund entsprechend Tierkennungsmarken gesichert sind, zur Schlachtung zulassen. Mittels einer geschlossen Kühlkette, innerhalb derer das Fleisch schnell auf sieben Grad bis zur Weiterverarbeitung heruntergekühlt werde, sichere man die Hygiene. Eine eigens für Tiertransporter vorgesehenen Fahrzeugreinigungsanlage auf dem Betriebsgelände beim Tor soll für ein gepflegtes Straßenbild vor der „Metzgerei- und Schlachtgemeinschaft“ sorgen.

 Zwischen 300 und 400 Arbeitsplätze sollen auf dem rund zwölf Hektar großen Gelände entstehen, schätzt Oppenheim. Qualifiziertes Personal wie auch sogenannte Seiteneinsteiger könnten bei der „Metzgerei- und Schlachtgemeinschaft an der A 99“ ein Arbeitsplatz finden, ist sich der Projektentwickler sicher. ar

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