Fliegerbombe erfolgreich entschärft

Gefährlicher Fund in Aschheim

Im Aschheim ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden (Symbolbild).
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Im Aschheim ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden (Symbolbild).
  • vonThomas Fischer
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In Aschheim ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und erfolgreich entschärft worden.

Am Donnerstag, 21. Januar, gegen 12.50 Uhr, wurde bei einer geplanten Absuche durch eine Firma, die mit der Räumung von Kampfmitteln betraut ist, eine zirka 50 Kilogramm schwere Fliegerbombe mit einer Sprengkraft von 25 Kilogramm aufgefunden. Durch den Kampfmittelräumdienst wurde die Polizei sowie die Feuerwehr München-Land informiert. Es wurden sofort umfangreiche Absperrmaßnahmen eingeleitet. In einem Radius von rund 300 Metern wurden Straßen gesperrt, unter anderem wurde die Autobahn A 99 in beiden Richtungen auf Höhe Aschheim/Kirchheim bei München komplett gesperrt.

Der Kampfmittelräumdienst begann gegen 15.15 Uhr mit der Entschärfung der Fliegerbombe. Die Entschärfung endete erfolgreich um 16 Uhr. Die Verkehrssperren wurden aufgehoben. Durch die Firma des Kampfmittelräumdienstes wird die Fliegerbombe fachgerecht entsorgt.

Bombefunde sind in Bayern keine Seltenheit. So hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst im Jahr 2019 in Bayern mit rund 230 Tonnen Kampfmitteln etwa über 110 Tonnen mehr beseitigt als im Vorjahr. Darunter waren mehr als 100 Blindgänger alliierter Spreng- und Splitterbomben. Vor allem die Räumung kampfmittelbelasteter Bereiche, etwa im Zusammenhang mit Bautätigkeiten, tragen zu den gestiegenen Kampfmittelfunden bei.

Nach Schätzungen von Experten sind etwa zehn Prozent der im Zweiten Weltkrieg abgeworfenen Spreng- und Splitterbomben nicht detoniert. Grundstückseigentümer und Bauherren haben insbesondere im Vorfeld von Erdarbeiten jedem Verdacht auf möglicherweise vorhandene Kampfmittel nachzugehen. Das Innenministerium hat eine Fachfirma mit den Aufgaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes betraut und auch 2019 wieder mehr als 1,2 Millionen Euro in die Entsorgung und Beseitigung aufgefundener Kampfmittel in Bayern investiert.

Bei sogenannten Zufallsfunden mahnt Innenminister Joachim Herrmann zu besonderer Vorsicht: "Gehen Sie kein Risiko ein! Fassen Sie Kampfmittel keinesfalls an und lassen Sie den verdächtigen Gegenstand in der vorgefundenen Lage. Verständigen Sie sofort die Polizei."

Weitere Informationen mit Hinweisen für den Umgang mit Kampfmitteln sowie Adresslisten von Fachfirmen für Luftbildauswertung und in der Kampfmittelbeseitigung sind verfügbar unter https://www.stmi.bayern.de/sus/katastrophenschutz/kampfmittelbeseitigung/index.php.

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