Baumschädling aus Asien in Feldkirchen gefunden

Ungebetener Gast

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Ungebetener Gast in Deutschland: Der erwachsene Asiatische Laubholzbockkäfer fällt durch seine Größe von ca. 25 bis 40 mm, die schwarze Färbung der Flügeldecken mit unregelmäßigen weißen Flecken und die langen, schwarz-weiß gestreiften Fühler auf.

Anfang Oktober wurde in Feldkirchen ein Asiatischer Laubholzbockkäfers (Anoplophora glabripennis) entdeckt. Derzeit werden im Gemeindegebiet die Laubbäume auf möglichen  Befall mit dem auffälligen Insekt untersucht.

Der erwachsene Asiatischer Laubholzbockkäfer fällt allein schon durch seine Größe (ca. 25-40 mm), die schwarze Färbung der Flügeldecken mit unregelmäßigen weißen Flecken und die langen, schwarz-weiß gestreiften Fühler auf. Der Käfer stammt aus Asien und wird meist mit Verpackungsholz nach Europa eingeschleppt. 

Für die Eiablage nagen die Weibchen runde, bis zu 1 cm große Gruben in die Rinde, in die jeweils ein Ei abgelegt wird. Aus diesen Eiern schlüpfen nach zwei Wochen Larven, die sich später in das Innere des Baumes hineinbohren und den Baum durch die immer größer werdenden Gänge schädigen. Der Saftstrom im Baum kann unterbrochen werden und bei starkem Befall stirbt der Baum ab. Nach der Verpuppung im Holzkörper schlüpft der Käfer im Sommer und hinterlässt ein ca. 10 mm großes, kreisrundes Ausbohrloch. Die erwachsenen Käfer leben etwa 8 Wochen. Unter den bayerischen Klimabedingungen ist mit einer zwei Jahre dauernden Entwicklungszeit zu rechnen. Der Asiatische Laubholzbockkäfer befällt eine Vielzahl von Laubbäumen. Er gilt als gefährlich, da er nicht nur geschwächte, sondern auch gesunde Bäume befällt. Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist meldepflichtig. 

Folgende Symptome können auf einen Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer können Rindenverletzungen mit evtl. Saftfluss, grobe Bohrspäne am Stammfuß oder in den Astgabeln, große ovale Larvengänge im Holz sowie kreisrunde Ausbohrlöcher von ca. 10 mm Durchmesser hinweisen.

Befall muss gemeldet werden 

Die einzige Bekämpfungsmöglichkeit ist neben dem Einsammeln der Käfer die Vernichtung der befallenen Bäume. Deshalb wurden nach dem Fund im Gemeindegebiet von Feldkirchen vom Pflanzenschutzdienst die Laubbäume auf Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer kontrolliert. Private Grundstücksbesitzer werden geb eten, ihre Bäume selbst auf den Schädling zu untersuchen. Je früher ein Befall mit dem Käfer entdeckt wird, desto größer ist die Chance einer erfolgreichen Bekämpfung zum Schutz der einheimischen Bäume. 

Bei Verdacht eines Befalls wird darum gebeten, sich an die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (Institut für Pflanzenschutz, Tel. 08161/715730, E-Mail: pflanzenpass@LfL.bayern.de) zu wenden. Weitere Informationen im Internet unter www.LfL.bayern.de unter „Pflanzenschutz“.

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