Friedlind Lipsky und Ingeborg Struckmeyer lesen aus ihrem Erstlingswerk „Manchmal muss es eben Mord sein“

Kurzweiliger Krimi-Abend in Kirchheim

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Friedlind Lipsky (re.) und Ingeborg Struckmeyer bei ihrem heiter-gruseligen Premierenabend zu ihrem Buch „Manchmal muss es eben Mord sein“.

Friedlind Lipsky und Ingeborg Struckmeyer, besser bekannt unter ihrem gemeinsamen Autoren-Namen Frida Mey, hatten zu dem heiter-gruseligen Premierenabend am Erscheinungstag ihres Buches  „Manchmal muss es eben Mord sein“ in das Räter-Park-Hotel in Heimstetten eingeladen.

Die Küche servierte „Blutlache in der Porzellanmulde“ (Tomatensuppe) und „Gemetzeltes Kalb“ (Züricher Geschnetzeltes), der Klavierspieler intonierte zur Einstimmung „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, dann trugen Friedlind Lipsky und Ingeborg Struckmeyer in wechselnden Rollen Szenen aus ihrem gemeinsamen Buch „Manchmal muss es eben Mord sein“ vor. 

Der Premierenabend im Räter-Park-Hotel in Kirchheim war ebenso wie das präsentierte Erstlingswerk – kurzweilig, spannend, nicht ganz bierernst zu nehmen. Kein Wunder, dass nicht nur das Publikum, sondern auch die Vortragenden selbst bei der einen oder anderen Passage ins Kichern und Glucksen gerieten. Zur Auflockerung trugen dabei nicht nur die gekonnten Schilderungen der manchmal grotesken Büro-Szenen dieses „Cosy Crime“ bei, sondern auch die beschwingten Klavier-Stücke wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder die Titelmelodie aus „Pink Panther“, vortragen von Musikstudent Philip Lipsky.

Sie wollten eine „unterhaltsame Krimi-Komödie“ schreiben, sagte Friedlind Lipsky bei der Begrüßung der Gäste. Im Laufe der einjährigen Arbeit an dem Roman hätten die beiden Autorinnen ihre Figuren „kennen- und lieben gelernt“. „Zu Zweit macht Morden einfach noch mehr Spaß“, bekannte sie. 

Nachdem sie 15 Jahre lang das Kirchheimer Gemeindeleben journalistisch (u.a. auch für HALLO) begleitet habe, sei es „bis zu Mord und Totschlag ein ganz logischer Schritt“ gewesen, so Fridling Lipsky,  Man müsse das Erlauschte und Beobachtete nur ein bisschen weiter spinnen. Wissendes Gelächter im Publikum!

(Keine) Ähnlichkeiten mit lebenden Personen

Dennoch sollte es keiner der heute weit verbreiteten Heimatkrimis werden, das haben die Autorinnen immer wieder betont. Nach dem literarischen Vorbild für die schrullige Hauptdarstellerin Elfie Ruhland, die mit ihrem vor 30 Jahren verstorbenen Verlobten Ludwig per Grablicht kommuniziert, wird man deshalb unter den Kirchheimer Bürgern ebenso vergeblich fahnden wie nach deren Gegenspielerin, der Kommissarin Alex von Lichtenstein. Höchstens ein Doppelgänger von Mops „Fettgesicht“ Amadeus, der zum Frühstück Leberwurstbrote verspeist und ansonsten von Pralinen lebt, könnte in einer gemeindlichen Grünanlage gesichtet werden.

Auf die obligatorische Frage aus dem Publikum nach der Inspiration für ihre Geschichte meinte Friedlind Lipsky: „Alles, was man im Leben gesehen und erlebt hat – ein ganzer Pool an Erfahrungen.“ Vielleicht liegen in Kirchheim die mörderischen Gedanken doch etwas zahlreicher auf der Straße als anderswo. Ohne Krimi musste an diesem Abend übrigens keiner der Besucher ins Bett gehen. Die von der örtlichen Buchhandlung angelieferten Exemplare waren – mit persönlichen Widmungen der Autorinnen versehen – rasch vergriffen. – CS – 

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