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Die Erholungsqualität steigern

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Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl will die Aufwertung des Erholungsgebiets Heimstettner See notfalls auch alleine durchziehen. © fit

Das Erholungsgebiet Heimstettner See soll aufgewertet werden. Mit ersten konkreten Vorschlägen hat sich jetzt der Kirchheimer Gemeinderat befasst.

gen dem Gremium gleich mehrere Anträge zu diesem Thema vor. Der Kirchheimer CSU-Fraktion ging es dabei um die „Weiterentwicklung des Naherholungsgebietes Heimstettner See“, die zusammen mit den Gemeinden Aschheim und Feldkirchen erarbeitet werden soll. Hauptaugenmerk des Antrags: eine bedarfsgerechte Erweiterung und naturnahe Umfeldgestaltung. Die CSU bemängelt ein fehlendes Konzept der drei Gemeinden, das dem zu erwartenden Einwohnerzuwachs und der damit verbundenen Erweiterung des Heimstettner Sees Rechnung trägt. Die Fraktion kritisiert ebenso den Planungs-Stillstand des Erholungsflächenvereins, der das See-Grundstück von der Bahn gepachtet hat.

Auch die SPD-Fraktion möchte – ebenso wie die CSU – einen gemeinsamen Plan für eine langfristige Gestaltung des Naherholungsgebietes. Sie nennt zugleich Details: Verbreiterung des Fuß- und Radwegs zum See inklusive Pflanzung einer zweiten Baumreihe, eine Verbreitung und Abflachung der östlichen Liegefläche sowie einen Sandstrand auf der See-Nordseite mit integrierten Wasserspielplatz. Als mittelfristige Ziele sollen Ausgleichsflächen im Rahmen des Projektes „Kirchheim 2030“ geschaffen werden und die Aufstellung eines Flächennutzungs-Plans der drei Anliegergemeinden zum Schutz vor Negativ-Einrichtungen für den gesamten Großraum um den Heimstettner See.

Im Antrag von Professor Joachim Erven bei der Kirchheimer Bürgerversammlung wird eine Präzisierung im Flächennutzungsplan für das gesamte auf Gemeindegebiet liegende Areal zwischen Autobahn, Bahnlinie und Heimstettner See vorgeschlagen. Ebenso sollen die beiden anderen Gemeinden auf ihren angrenzenden Flächen verfahren.

In der Kirchheimer Verwaltung war man in dieser Angelegenheit nicht untätig. Auf Grundlage des Konzeptes „Kirchheimer Dreiklang“, das bereits im Ausschuss für Bauen, Infrastruktur und Umwelt vorgestellt wurde, befasst man sich mit der Weiterentwicklung des Heimstettner Sees als Naherholungsgebiet. Unter anderem wurde der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München mit einer ersten Vorstudie beauftragt.

Zudem ist die Gemeindeverwaltung mit den Nachbargemeinden im Austausch. Auch erste Gespräche zum Thema Landschaftskonzept Münchner Osten fanden bereits statt. Vorbild dafür ist das interkommunale Gutachten des Landschaftskonzepts Münchner Norden mit den Kommunen Eching, Garching, München, Neufahrn, Oberschleißheim, Unterschleißheim, Landkreis Freising und Landkreis München. Mit einem solchen Landschaftskonzept könnten die Freiräume zwischen den Siedlungsgebieten erhalten und in ihrer landschaftlichen und ökologischen Qualität gestärkt werden.

Bürgermeister Maximilian Böltl schränkte jedoch ein, „dass die Ansätze der drei Gemeinden leider unterschiedlich sind. Deshalb wollen wir einen externen Fachplaner beauftragen, der alles in ein Konzept zusammenführt.“ Da etwa 75 Prozent der fast 250.000 Quadratmeter großen Erholungsfläche auf Kirchheimer Gebiet liegen, „könnten wir die Richtung vorgeben“, meint er und verspricht: „Wenn die anderen nicht mitziehen, machen wir es alleine.“ Die einhellige Meinung des Gemeinderats war jedoch, dass man auf jeden Fall versuchen sollte, vorher einen Konsens mit den beiden Nachbargemeinden zu erreichen. Einstimmig war ebenso der Beschluss, dass die Verwaltung ermächtigt wird, einen Fachplaner für die Weiterentwicklung des Naherholungsgebietes Heimstettner See zu beauftragen und hierbei die Nachbargemeinden Aschheim und Feldkirchen einzubinden.

Der Heimstettner See

Größtenteils auf Kirchheimer Flur befindet sich das Erholungsgebiet Heimstettner See. Es wird unterhalten und betreut durch den Landkreis München, die Gemeinde Kirchheim sowie den Erholungsflächenverein. Der Grundwassersee entstand 1937/38 durch Kiesentnahme der Bahn. Das Erholungsgebiet umfasst den 11,1 Hektar großen und an der tiefsten Stelle zehn Meter tiefen Baggersee mit Kiosknutzung an der Südseite, Sommergaststätte mit Biergarten und Parkplätzen an der Nordseite und Grillzone an der Westseite. Die Ostseite ist bisher frei von Nutzungszuweisungen. Für den Erhalt und Ausbau dieses wichtigen Naherholungsgebietes für die Gemeinden Kirchheim, Feldkirchen und Aschheim bemühen sich nicht nur die jeweiligen Verwaltungen, sondern auch die politischen Parteien und der Bund Naturschutz (BN).

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