Die Kosten steigen deutlich

Gemeinderatsbeschluss zum Haus für Kinder I in Kirchheim

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Deutlich teurer werden die Schreinerarbeiten im Haus für Kinder in Kirchheim.

Schlechte Nachrichten im Kirchheimer Gemeinderat: Die Kosten beim Haus für Kinder I steigen deutlich. Doch die Gemeinde hat keinen Spielraum.

In der Vorplanung, die im Juni 2016 durch das Architekturbüro Spreen im Gemeinderat vorgestellt wurde, lag die Kostenschätzung für die Gesamtmaßnahme noch bei 7,2 Millionen Euro. Der Bürgermeister wurde damals ermächtigt, die Architekten sowie die weiteren fachlich Beteiligten zu beauftragen. Um die Kosten der Maßnahme zu senken, wurden damals sogar Einsparoptionen beschlossen – so sollten die Bodenbeläge in untergeordneten Räumen entfallen sowie Änderungen in der Wandkonstruktion vorgenommen werden. Ebenso sollte eine Reduzierung der Schrankzonen vorgesehen werden.

In der gleichen Sitzung wurde auch die Erweiterung des Kellers um einen Raum mit 30 Quadratmetern sowie die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach beschlossen. Unter Einbezug der gewünschten Änderungen wurde durch das Architekturbüro Spreen die Kostenberechnung vorgelegt, die ermittelte Gesamtsumme in Höhe von 7.473.738,55 Euro wurde in der Gemeinderatssitzung im Januar diesen Jahres genehmigt.

Doch nur wenige Monate später musste der Gemeinderat ein schlechte Nachricht vernehmen. Bei den Schreiner- arbeiten musste eine EU-weite Ausschreibung durchgeführt werden. Bis zur Submission am 28. September haben dabei lediglich zwei Bieter ein Angebot abgegeben. Das Angebot des Bestbieters endete mit einer geprüften Auftragssumme in Höhe von 824.022,63 Euro brutto und liegt somit um 51 Prozent über dem in der Kostenberechnung veranschlagten Budget von 544.909,99 Euro brutto. In der jüngsten Gemeinderatssitzung verteidigte Bürgermeister Maximilian Böltl die Preissteigerung: „Wir müssen froh sein, dass wir überhaupt Angebote bekommen haben und müssen leider die Erhöhung hinnehmen.“ Er hofft, dass bei anderen Aufträgen zum Haus der Kinder I solche Kostensteigerungen ausbleiben oder sich in Grenzen halten.

Der Gemeinderat war angesichts des fehlenden Spielraums einstimmig für die Vergabe von 824.022,63 Euro brutto an den wirtschaftlichsten Bieter.

Gerhard Fuhrmann

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