Kirchheims Ortsmitte wird aufgehübscht

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Wirtschaftsempfang der Gemeinde Kirchheim

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Im Sinne des „Wäldchens“

Gemeinderat Kirchheim aktualisiert Planungen für Gymnasiums-Neubau

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Um wenigsten einen kleinen Teil der Bäume im „Wäldchen“ zu erhalten, hat der Gemeinderat Kirchheim die Planungen für den Gymnasiums-Neubau modifiziert.

Mit großer Mehrheit hat der Kirchheimer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die nördliche und westliche Planungsgrenze für den Neubau des Gymnasiums zu öffnen, um einen zusätzlichen Teilerhalt des heutigen Baumbestandes zu ermöglichen.

Der Wunsch nach einem Erhalt des „Wäldchens“ südlich der Grund- und Mittelschule ist aus der Bevölkerung im Rahmen der umfassenden Informationen zur vorgezogenen Baufeldvorbereitung zum Neubau des Gymnasiums intensiv artikuliert worden. Und auch wenn alle bisher am Planungsprozess Beteiligten dieses Ziel teilen, müssen sie einige Fakten zur Kenntnis nehmen.

Der Wettbewerbsentwurf zum Neubau des Gymnasiums sah ein Heranrücken der Turnhalle an den Wall sowie dessen Nutzung als Tribüne für die dahinter liegenden Sportflächen vor. Dieser Vorschlag ist technisch jedoch nicht umsetzbar. Eine Verschiebung des Hauptgebäudes nach Süden würde den Durchgang der Heimstettner Straße zu dicht an die Siedlung im Süden heranrücken, den Ost-West-Grünzug tangieren, eine Häuserschlucht zwischen Gymnasium und Seniorenzentrum entstehen lassen und zu Immissionsproblemen führen. Eine Verschiebung nur der Turnhalle nach Süden würde den Pausenhof enorm verkleinern und zu erheblichen Platzproblemen für die Schulfamilie führen. Der teilweise Entfall von Wall und Wald wurde in den Sitzungen vom März und Mai vergangenen Jahres öffentlich erläutert und beschlossen. Ziel ist dabei, den bisherigen Ost-West-Wald künftig zu einem Nord-Süd-Wald neu zu entwickeln.

Auf dem bisher für das Gymnasium mit Freiflächen und Sportanlagen zur Verfügung gestellten Areal ist ein zusätzlicher Erhalt des Baumbestandes nicht möglich. Dort sind geplant ein Rasenspielfeld mit dem Maßen 60 mal 90 Meter, zwei Allwetterplätze mit jeweils 28 mal 44 Meter, vier Laufbahnen mit je 1,22 mal 130 Meter, zwei Kugelstoßanlagen mit je 15 mal 24 Meter und zwei Beachvolleyballfelder mit je 16 mal 25 Meter. Die Kugelstoßanlagen sind in die Beachvolleyballplätze integriert, um eine bestmögliche Ausnutzung der vorhandenen Fläche zu ermöglichen. Das geplante Flächenkonzept liegt sogar unter der Empfehlung, die die Regierung von Oberbayern standardmäßig für Gymnasien in dieser Größenordnung vorsieht und fördert. Um dem nachvollziehbaren Bürgerwunsch nach- kommen zu können, hat sich das Planungsteam auf ausdrückliche Veranlassung von Bürgermeister Maximilian Böltl nochmals detailliert mit dem zusätzlichen Erhalt des heutigen Baumbestandes im künftigen Schulgelände befasst. Im Ergebnis erscheint eine gruppenweise Integration von Teilen des Baumbestandes in das Schulgelände auf einer Breite von rund 40 Metern zusätzlich möglich — vorbehaltlich der Anforderungen aus der Schulfamilie bezüglich Aufsichtspflicht, Durchlässigkeit und Sicherheit sowie einer konkreten Baumbegutachtung. Für eine weitergehende Teilüberplanung muss dafür allerdings das Areal, welches für den Neubau seitens der Gemeinde zur Verfügung gestellt wird, nach Norden und nach Westen hin flexibilisiert und erweitert werden. Gleichzeitig muss gewährleistet werden, dass die Änderungen keinen Zeitverzug für den dringend notwendigen Neubau auslösen. Zudem schafft die Gestaltung dieser Teilfläche innerhalb des Schulgeländes eine Vorfestlegung im Hinblick auf dessen Fortführung bezüglich des Waldstücks außerhalb, also für Park und Landesgartenschau. Diese Maßgabe wäre im weiteren Planungsprozess dann auch im Auslobungstext des Wettbewerbs anzupassen. 

Gerhard Fuhrmann

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