Kundenanschlüsse mehr als verdoppelt

Gemeinderat Feldkirchen über Geothermie-Entwicklungen informiert

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Über positive Entwicklungen bei der AFK-Geothermie konnten Bürgermeister Werner van der Weck jetzt den Feldkirchner Gemeinderat informieren.

„Die AFK-Geothermie hat derzeit eine Kundenanschlussleistung von über 56 Megawatt (MW). Damit hat sich die Kundenanschlussleistung im Vergleich zum Jahr 2010 inzwischen mehr als verdoppelt“, konnte Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck den Feldkirchner Gemeinderat in der jüngsten Gemeinderatssitzung über die Entwicklungen der AFK-Geothermie informieren.

Die AFK-Geothermie ist deutschlandweit das erste interkommunale Geothermie-Projekt, das die Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim unter Federführung des Aschheimer Altbürgermeisters und ersten AFK-Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut J. Englmann 2009 zum Laufen brachten. Seit Oktober 2009 werden private und öffentliche Liegenschaften mit regenerativer Wärme aus etwa 2500 Metern Tiefe beliefert. Dazu wurden zwei geothermische Tiefbohrungen auf den Tiefengrundwasserleiter niedergebracht.

„Das abgelaufene Wärmejahr war für die AFK trotz steigender Anschlusszahlen schwierig. Der wärmere Winter, aber auch der insgesamt geringere Mischpreis, wirkte sich auf die Umsatzzahlen aus, die im Vergleich zum Vorjahr nahezu stagnierten“, ließ Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck wissen. Der Netzausbau 2019 sehe 85 Neuanschlüsse im AFK-Geothermie-Gebiet vor. In der Gemeinde Feldkirchen handle es sich dabei im Wesentlichen um weitere Neuanschlüsse in Straßen, wo bereits Anschlüsse vorhanden sind. Die ausführende Tiefbaufirma ist aufgrund eines Ausschreibungsverfahrens die Firma Rädlinger aus Cham in der Oberpfalz. Für die Zukunft plant die AFK innerhalb des Gebäudes der AFK-Geothermie GmbH einen vierten Redundanzkessel, der sowohl mit Öl als auch mit Gas betrieben werden könnte. Dieser Kessel soll Ende 2020 in Betrieb gehen. Um die geothermische Leistung weiter zu erhöhen, werden die Plattenwärmetauscher gereinigt und geringfügig erweitert.

Ebenso liegt eine Redundanz-Tauchkreiselpumpe für mögliche Ausfälle der jetzigen Pumpe einsatzbereit bei der AFK. Der Einbau beziehungsweise Tausch könne innerhalb von 48 Stunden aufgrund eines Kooperationsvertrages mit den Stadtwerken erfolgen. Tauchkreiselpumpen sind für den vertikalen Einsatz in drucklosen Behältern, offenen Becken oder Gruben konstruiert.

Das Bergamt fordert die dauerhafte seismische Überwachung aller Geothermie Standorte im Münchner Raum. Aufgrund eines informellen Austausches aller Betreiber von Geothermiekraftwerken im Münchner Raum ist es für die AFK-Geothermie GmbH ausreichend, ihre jetzige Überwachungsstation beizubehalten. Eine weitere muss nicht finanziert werden.

Die von der AFK in Erwägung gezogene Erweiterung des Claims zur Aufsuchung von Erdwärme im Südosten des bisherigen Claims wird nicht weiterverfolgt. Eine Machbarkeitsstudie habe ergeben, dass eine möglicherweise weitere Erschließung von Geothermie mit einer dritten und vierten Bohrung am wirtschaftlichsten und sinnvollsten vom jetzigen Standort der AFK zu realisieren ist.

ar

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