Umdenken direkt vor Ort

Fond oder Stiftung für Artenschutz in Kirchheim

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Bei der Müllvermeidung kann jeder bei sich anfangen — etwa durch den Verzicht auf Coffee-To-Go Becher.

Die CSU-Fraktion im Kirchheimer Gemeinderat hat beantragt, einen Fonds oder eine Bürgerstiftung für den Artenschutz in Kirchheim zu prüfen und vorzubereiten — mit Erfolg.

„Die hohe Beteiligung am Volksbegehren ,Rettet die Bienen‘ hat gezeigt, dass in der Bevölkerung ein hohes Interesse und eine große Bereitschaft zum Einsatz für mehr Artenschutz besteht. Diese Bereitschaft möchten wir gerne in konkrete Maßnahmen vor Ort münden lassen“, begründet Fraktionssprecher Frank Holz den Vorstoß seiner Partei. Denn es reiche nicht, einfach nur eine schnelle Unterschrift zu spendieren. „Jeder kann bei sich zu Hause anfangen und damit viel mehr erreichen.“ Die beginne bereits beim Einkaufverhalten, also auf Produkte zu setzen, die schonend mit den Ressourcen der Umwelt umgehen. Hinsichtlich der Verpackungsproblematik weist Holz darauf hin, dass jeder Einzelne bei seinen alltäglichen Einkäufen darauf hinwirken kann, dass es zu einer Reduktion der „unnötigen“ Verpackungen wie Plastik um Salatgurken oder Coffee-To-Go Becher kommen kann. Und nicht zuletzt sollten die Einzelhändler gewillt sein, ihr Warenangebot diesbezüglich anzupassen.

Doch auch im eigenen Garten könnten die Kirchheimer ansetzen: Englischer Golfrasen oder lieber eine saftige bayerische Blumen- und Bienenwiese?

Und es geht weiter bis hin zum echten Engagement vor Ort, also Hand anzulegen bei den Mitmachaktionen der vielen Initiativen oder einfach auch mal eine kleine Spende leisten. Mit einem neuen kommunalen Fonds oder einer Bürgerstiftung, in die auch kleinere Einzelbeträge oder größere Unternehmensspenden einbezahlt werden, könnten Maßnahmen in Kirchheim, Heimstetten und Hausen finanziert werden, die zu mehr Artenschutz beitragen. Blührandstreifen, Wildkraut- äcker, Bienenprojekte, Umweltpädagogik und Entsiegelungen nennt Holz hierfür exemplarisch. Gleichzeitig könnte der Fonds beziehungswesie die Stiftung örtliche Aktionsgruppen wie Bund Naturschutz, Bauernverband, Blumen- und Gartenfreunde oder Landesbund für Vogelschutz bei ihren Aktivitäten durch neue Ehrenamtliche unterstützen. „Ebenso würden wir vorschlagen, dass die Spenden für das Ein-Euro-Ticket hier zusammengeführt werden“, so der CSU-Politiker weiter.

Der Gemeinderat beauftragte in seiner jüngsten Sitzung mit vier Gegenstimmen die Verwaltung, die Möglichkeiten der Schaffung eines Fonds oder einer Bürgerstiftung für den Artenschutz in Kirchheim zu prüfen und vorzubereiten.

Gerhard Fuhrmann

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