Kirchheims Ortsmitte wird aufgehübscht

Kirchheims Ortsmitte wird aufgehübscht

Kirchheims Ortsmitte wird aufgehübscht
Wirtschaftsempfang der Gemeinde Kirchheim

Wirtschaftsempfang der Gemeinde Kirchheim

Wirtschaftsempfang der Gemeinde Kirchheim

Neujahrsempfang

Dynamisch und mit klarer Zielsetzung

+
Trafen sich beim Neujahrsempfang des Fördervereins (v.l.): Die ExpoGate Munich Dornach-Vorstandschaft mit Bertold Wild, Diplom Ingenieur Thomas Wiehl und Philipp Ullrich sowie Stadtrat Robert Brannekämper und Bürgermeister Thomas Glashauser.

Dynamisch und mit klarer Aufgabenstellung soll das Gewerbegebiet Aschheim-Dornach „ExpoGate Munich-Dornach“ gefördert werden. Vor Mitgliedern des noch jungen Vereins zur Förderung des Gewerbegebietes präsentierte Dr. Philipp Ullrich, Vorsitzender des Fördervereins, Ziele für das kommende Jahr.

Nachbar der Messe München zu sein und die bekannte 089-Vorwahl zu haben, sei von Vorteil, aber für sich gesehen nicht mehr Ausschlag gebend. „Daher müssen alle Standortvorteile des Gewerbegebietes aktiv beworben werden“, so Ullrich. Neben der guten Infrastruktur plant man ein neues Verkehrsleitsystem. Auch die Zufriedenheit der Beschäftigten im Gewerbegebiet soll ermittelt werden. Es gelte, einer Studie entgegen zu wirken, die für das Münchner Umland nur einen geringen Zuwachs bis hin zum Verlust an Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten prognostiziert. Die Abwanderung der Beschäftigten basiere zum Teil auf die Verlegung von Unternehmen in den Münchner Stadtbereich. Insbesondere müsse bei einem konjunkturellen Abschwung auch mit sinkenden Wachstumsraten gerechnet werden. Gegründet wurde der Verein zur Förderung im Mai vergangenen Jahres. Es folgten die notarielle Beurkundung und der Eintrag in Vereinsregister. „ExpoGate Munich-Dornach“ soll die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Grundstückseigentümern und der Gemeinde ebenso wie die Koordination und Stärkung gemeinsamer Aktivitäten fördern. Der Verein steht allen lokalen Grundstückseigentümern und Unternehmen offen. Das gute Einvernehmen zwischen den Unternehmern im Gewerbegebiet Aschheim-Dornach mit der Kommune ist auch im Sinne von Bürgermeister Thomas Glashauser. Wirtschaftsförderung sieht er als kommunale Aufgabe. Wichtig ist es für ihn, den Firmen eine unternehmerische Heimat zu geben. Denn „etwa 20 Millionen Euro Gewerbesteuer erhält Aschheim aus seinen dreieinhalb Gewerbegebieten mit Kiesabbau und -weiterverarbeitung im Norden, Möbel, Frachtpost, Handel und Sport im Südosten, Dornach im Westen sowie der Industriestraße in der Ortsmitte“, so Glashauser. Derzeit sind insgesamt 1568 Unternehmen in der Kommune angesiedelt, von denen etwa 650 Gewerbesteuerzahler sind. Nur zu selbstverständlich sei es für ihn, die einzelnen Unternehmen persönlich zu besuchen und Kontakte zu schaffen. In seiner Amtszeit seit Mai 2014 habe er bereits 40 Firmen besucht.

Mit 25.000 Euro hat Aschheim den Start des Fördervereins und erste Aktivitäten wie den Auftritt bei der Expo Real 2015 begleitet. Rund 200.000 Euro will Aschheim in den kommenden Jahren bereitstellen, um den Gewerbestandort zukunftsfähig zu gestalten. Ob man auch eine sechsstellige Summe für die Änderung der Namensgebung der S-Bahnhaltestelle Riem in Riem-Dornach zahlen wird, ließ Glashauser offen. Zunächst sollen die Kosten durch ein Fachbüro geschätzt werden.

Über acht Kilometer gemeinsame Gemeindegrenzen verbinden Aschheim und München, dem „Nachbardorf“, wie Glashauser augenzwinkert die Landeshauptstadt nannte. Man sieht sich auf Augenhöhe, denn in Aschheim fand 756 die erst bayerische Landessynode, dem heutigen Landtag gleich zu setzen, statt. Von hier war CSU-Stadtrat und Landtagsabgeordneter Robert Brannekämper (CSU) gekommen, um über die Zukunft im Bereich der gemeinsamen Gemeindegrenzen zu berichten. Noch vor der Sommerpause erwartet er die Planungen für das rund 600 Hektar große Areal, wo „zunächst für 10.000 Menschen Wohnungen, doch jetzt wohl 10.000 Wohnungen für rund 25.000 Bürger“ entstehen werden. „Es wird kein Siedlungsbrei werden“, versprach Brannekämper.

ar

Auch interessant:

Kommentare