Hohes Haus ersetzt den Turm

Feldkirchen: Mit 63 Wohneinheiten gegen die Wohnungsknappheit

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Trotz stattlicher Baukörper bleibt viel Freifläche für Begegnung, so dass sich die Feldkirchner Räte mit der Plaunng anfreunden konnten.

Jetzt geht’s weiter. Nach der Pattsituation Mitte August entschied der Feldkirchner Gemeinderat nun mit zehn gegen vier Stimmen, dass statt der im Wettbewerb dargestellten 50 Wohneinheiten auf dem ehemaligen Raiffeisenlagerhausgelände die Planung nun mit 63 Wohneinheiten fortgesetzt werden soll.

Damit entsteht gegenüber dem Bahngelände ein sechsstöckiges Haus, das in Feldkirchen zukünftig an den alten Turm des Raiffeisenlagerhauses erinnern wird. Rund 1300 Quadratmeter mehr Wohnfläche bringen die zusätzlichen 13 Wohneinheiten, ohne dabei als störend empfunden zu werden. Es sei doch eine „heitere, sympathische Anlage“, was auch durch die gegeneinander verdrehten Hauskanten bewirkt werde. Die Höhenentwicklung passe sich gut in die städtebauliche Entwicklung ein, bekräftigten die Experten den Meinungsumschwung im Ratsgremieum.

Um möglichst bald nach Entscheidung des Gemeinderats in die Planungen einsteigen zu können, führte bereits im August die Feldkirchner Bauamtsverwaltung das VGV-Verfahren für die notwendigen Fachplaner HLS (Heizung, Luft, Sanitär), Elektrotechnik und Tragwerksplanung durch. Des Weiteren hat die Verwaltung zusammen mit dem Architekturbüro bezüglich dem kommunalen Wohnbauförderprogramm in der Regierung von Oberbayern vorgesprochen. Für ihre Wohngebäude erhalten die Kommunen für die zuwendungsfähigen Gesamtkosten Zuschüsse in Höhe von 30 Prozent. Bei Bedarf kann die Kommune ein zinsgünstiges Darlehen zu 60 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten erhalten. Für Feldkirchens Gemeindesäckel eine wohlige Nachricht.

Dann werden die Finanz- geber sich auch kräftig ins Belegungsrecht der Wohneinheiten einmischen, befürchtete ein SPD-Rat und sah die Wohnungen für alle und vor allem für wenige Feldkirchner Bürger offenstehen. Doch hier beruhigte Feldkirchens zweiter Bürgermeister und Sitzungsleiter Andreas Janson das Gremium insgesamt. Die Immobilie auf dem ehemaligen Raiffeisenlagerhausgelände gehöre nach der Errichtung der Kommune. Inzwischen ist Ratsmehrheit von der Planung mit Turm überzeugt und spricht sogar von einer gesteigerten Qualität durch den sechsstöckigen Gebäudeteil. Und sieht sich aufgrund des turmartigen Gebäudes „im Glück“ und spricht von gestiegener Qualität und höherem Verkaufswert.

ar

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