Am besten den Fuß vom Gas nehme

Feldkirchen: Neue Warnschilder sollen Wildunfälle vermeiden

BJV-Vizepräsident Thomas Schreder, BJV-Landesschatzmeisterin Mechtild Maurer, Staatsministerin Michaela Kaniber und Präsidiumsmitglied sowie Organisator Andreas Ruepp und BJV-Präsidiumsmitglied Axel Kuttner stellten die neuen Warnschilder zur Vermeidung von Wildunfällen vor.
+
BJV-Vizepräsident Thomas Schreder, BJV-Landesschatzmeisterin Mechtild Maurer, Staatsministerin Michaela Kaniber und Präsidiumsmitglied sowie Organisator Andreas Ruepp und BJV-Präsidiumsmitglied Axel Kuttner stellten die neuen Warnschilder zur Vermeidung von Wildunfällen vor.

Der Bayerische Jagdverband Feldkirchen und das Bayerische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten haben neue Hinweisschilder entwickelt, um auf die Wildunfallgefahr aufmerksam zu machen.

Feldkirchen – Die Zahl der Wildunfälle in Bayern ist hoch, über 70.000 Rehe, Wildschweine, Füchse, Dachse, Hasen und Marder fallen jährlich dem Verkehr zum Opfer. Zum Schutz der Wildtiere aber natürlich auch der Autofahrer hat der Bayerische Jagdverband (BJV) jetzt neue Warntafeln entwickelt, um Autofahrer in ganz Bayern auf besonders Wildunfall gefährdete Strecken aufmerksam zu machen.

Staatsministerin Michaela Kaniber hat den Startschuss für die Aufstellung der neuen Wildwarntafeln gegeben. „Es ist eine wichtige Aktion, um unsere Menschen und unsere Wildtiere zu schützen. Und ich freue mich, dass wir das gemeinsam auf den Weg gebracht haben.“ Das Bayerische Landwirtschaftsministerium hat die Initiative „Wildwarntafel“ mit rund 100.000 Euro aus Mitteln der Jagdabgabe unterstützt. Der BJV bedankt sich dafür herzlich.

Andreas Ruepp, Mitglied im BJV-Präsidium und dort Ansprechpartner für Revier-und Wildschutz, hat die Aktion initiiert und organisiert. Er erklärt: „Es hat sich gezeigt, dass bei Nebel und Regen deutlich weniger Wildunfälle passieren als bei gutem Wetter, weil die Autofahrer bei schlechter Sicht die Geschwindigkeit zurückfahren. Wir wollen sie aber auch bei gutem Wetter für die Wildunfallgefahr sensibilisieren. Deshalb haben wir diese Plakate entworfen.“

Die Warntafeln bestehen aus einer reflektierenden Folie, die nachts, wenn sie vom Scheinwerferlicht angestrahlt wird, hell leuchtet. Sechs verschiedene Motive stehen zur Verfügung. Sie können leicht ausgetauscht werden, um keinen Gewöhnungseffekt zu erzielen. Die Folientafeln sind an einem praktischen Metallgestänge befestigt, das von den Allgäuer Werkstätten, einer Behindertenwerkstatt, hergestellt wurde. „So konnten wir uns mit dieser Aktion auch noch sozial engagieren und darüber hinaus Kosten sparen“, so Ruepp.

1500 Wildwarntafeln mit den sechs verschiedenen Motiven stehen jetzt für die Kreisgruppen und Jägervereine zur Verfügung. Sie werden derzeit an die Jägerschaften in ganz Bayern verteilt, so dass künftig überall an Wildunfallschwerpunkten die neuen Hinweistafeln zu sehen sind.


Mehr über Feldkirchen und den Nordosten des Münchner Landkreises gibt es in der Übersicht.

Auch interessant:

Meistgelesen

Kirchheimer Rathaus-Neubau wird mit Einsparungen fortgesetzt
Kirchheimer Rathaus-Neubau wird mit Einsparungen fortgesetzt
Corona-Pandemie in Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim
Corona-Pandemie in Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim
Zusätzliche Mittel für Ausbau der A99 Aschheim-Kirchheim
Zusätzliche Mittel für Ausbau der A99 Aschheim-Kirchheim
Kirchheimer Gemeinderat entsetzt über Pläne zur S-Bahn-Unterführung
Kirchheimer Gemeinderat entsetzt über Pläne zur S-Bahn-Unterführung

Kommentare