Renovierung

Kirche St. Jakobus in Feldkirchen: Ein ganz neuer Kirchhof

Die Jakobsmuschel im neuen Kirchhof von St. Jakobus.
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Die Jakobsmuschel im neuen Kirchhof von St. Jakobus.

In neuem Glanz erstrahlt der Innenhof rund um die Kirche St. Jakobus in Feldkirchen. Der Meditationsplatz, die Wege und die Bepflanzungen sind neu gestaltet und renoviert worden.

Feldkirchen – Die Neugestaltung stand unter einer klaren Vorgabe. Alle Maßnahmen sollten einen Bezug zur christlichen Tradition und im Besonderen zur Kirche St. Jakobus haben. Dies zeigt etwa der neu gepflanzte Dornenstrauch (Hahnenfuß). Er ist ein Symbol des brennenden Dornbuschs und der Offenbarung Gottes.

Renoviert und neu befestigt wurde das Labyrinth, das Ministranten und Jugendliche angelegt haben. In seinem Zentrum steht nun ein Kreuz aus Travertin, umfasst von Carrara-Marmor. Innerhalb des Labyrinths symbolisieren vier Bereiche den menschlichen Lebensweg. Der äußere und etwas rauhere Ring steht für die jugendliche „Sturm-und-Drang-Zeit“. Der nächste und schon etwas ruhigere Ring führt in die „reiferen Jahre“. Noch ruhiger symbolisiert der dritte Kreis die „ruhigen Jahre“ bis schließlich hin zum Zentrum, das für Gott steht.

Ein weiteres Highlight der Neugestaltung hat einen direkten Bezug zum Kirchenpatron, zu Jakobus dem Älteren, der oft als Pilger mit einer Jakobsmuschel dargestellt wird. Eine solche Muschel in Pflasterkunst ziert den neuen Kirchhof, wobei Ausrichtung und Gestaltung von besonderer Bedeutung sind. Die Oberseite führt zur Kirche hin, die Unterseite ragt zur Eingangstür in den Garten. Damit führen die Linien des Pilgerweges von der Kirche in die Gemeinde. Gleichzeitig erinnert die Jakobsmuschel an das Gemeindewappen von Feldkirchen.

Symbolkraft haben auch weitere Pflanzen wie der Rosenstrauch vor der Apsis der ehemaligen Michaelskirche. Sie steht für die Mutter Gottes, während die Esche vor den Fahnenmasten ein Symbol für die Gründung des Pfarrverbandes ist.

Bei der Neubepflanzung wurde aber auch darauf geachtet, dass Blumen und Sträucher insekten- und bienenfreundlich sind. Außerdem wurden im Bereich des Labyrinthes und an anderen Stellen im Kirchhof Plätze zum Sitzen und Verweilen aufgestellt.

Die Idee zur Neugestaltung kam von Reinald Steltner, der vor seinem Ruhestand 40 Jahre bei der Firma May als Gartengestalter und Gartenbauer tätig war. Aus seiner langjährigen Berufserfahrung heraus entstanden die Ideen für die Neugestaltung – Umgesetzt wurde das Projekt in Rücksprache mit der Kirchenverwaltung.

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