Standortortsuche für Vereinshütte

Provisorium an der Olympiastraße in Feldkirchen: Burschenverein sucht Räume

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Der Burschenverein Feldkirchen sucht nach einem Vereinsraum. Diskutiert wird auch eine Wohnung an der Olympiastraße 1.

Ein Burschenverein belebt die Feldkirchner Vereinslandschaft seit Herbst letzten Jahres (HALLO berichtete). Doch ohne eigenes Domizil lassen sich nur schwerlich das Vereinsleben und die Feste für die Gemeinde gestalten.

Feldkirchen – Knapp drei Stunden mussten rund 25 Feldkirchner Burschen in der Ratssitzung auf die Behandlung ihres Antrages warten, um dann mit höchst unterschiedlichen Meinungen der Gemeinderäte konfrontiert zu werden. Mitte Dezember hatte der Burschenverein Feldkirchen einen zweiten Antrag gestellt, um – wie andere Feldkirchener Vereine ebenfalls – Räumlichkeiten von der Gemeinde für ihr Vereinsleben zur Verfügung gestellt zu bekommen, wenn denn ein Grundstück für eine Vereinshütte nicht zur vorhanden sei.

Bürgermeister Werner van der Weck verwies „der guten Ordnung halber“ in der jüngsten Ratssitzung auf die nicht-öffentliche Gemeinderatssitzung vom 12 Dezember. In dieser sei auf den ersten Antrag der Burschen vom 16. Oktober seitens der Gemeindeverwaltung mitgeteilt worden, dass das Bürgerhaus zu buchen sei. Der Vorschlag des Burschenvereins bezüglich des Grundstücks/Trachten Moser könne zeitlich nicht umgesetzt werden.

In ihrem zweiten Antrag waren die Alternativvorschläge des Burschenvereins das „Alte Rathaus“, die „Alte Post“ oder eine der Wohnungen oberhalb der TSV Sportgaststätte in der Olympiastraße 1.

Gemeinderat Christian Wilhelm (SPD) bemühte sich intensiv, den Burschen einen Hüttenplatz im Feldkirchner Industriegebiet schmackhaft zu machen, da hier keine Wohnbebauung angrenze. Die derzeit dort aufgestellten Wertstoff-Sammel-Container seien zu verschieben. Michael Schön (UWV) hatte jedoch seine Zweifel, dass dieser Platz für Hütte und Vereinsleben ausreiche. Simone Kroise (Grüne) lobte das Engagement der Burschen für Brauchtumspflege und attraktive Fest für die Bürger. Allen Ernstes forderte sie die Burschen auf, es sich zu überlegen, ob nicht doch noch Mädels im Verein aufgenommen werden könnten. Dies wurde mit einem Raunen im gesamten Zuschauerbereich quittiert. Eine schnelle Standortlösung zeichnete sich nicht ab. So ging denn Michael Schön (UWV) auf den Vorschlag der Burschen ein. Ohnehin stehe die Wohnung für den derzeit nicht vorhandenen Wirt leer und auch die für den Platzwart vorgesehene zweite Wohnung werde aktuell nicht gebraucht, da der Platzwart bereits jetzt eine sehr schöne Wohnung habe, weshalb man den Burschen doch zumindest als Provisorium eine Wohnung oberhalb der TSV Sportgaststätte überlassen könne. Das Feldkirchner Gremium stimmte dem mehrheitlich zu. 

ar

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