Thomas Glashauser tritt erneut an

Erste Amtszeit des Aschheimer Bürgermeister war spannend und voller Überraschungen

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Ein Team für Aschheim: CSU-Fraktionsprecher Rolf Dettweiler, Thomas Glashauser und CSU-Bezirksrätin Karin Hobmeier.

Der Amtsinhaber möchte es wissen. Thomas Glashauser kandidiert im März erneut für das Bürgermeisteramt

Aschheim – Sorgte Aschheims Altbürgermeister Helmut J. Englmann mit stets neuen Bauten, Parks oder musealen Fundstücken für Abwechslung in Aschheim, so kamen auf seinen Amtsnachfolger Thomas Glashauser die Abwechslungen teils völlig überraschend zu. „Am wenigsten habe ich mit der Notwendigkeit des Rathaus-Neubaus gerechnet“, erklärte Aschheims amtierende Bürgermeister. „Und am meisten freut es mich, dass Aschheim ein eigenes Gymnasium bekommt“.

„Langeweile“ und „Aschheim/Dornach“ waren noch nie Begrifflichkeiten, die in irgendeiner Weise zusammenpassen wollten. Und so kamen auf Thomas Glashauser nicht nur der zu erwartende Grundschulausbau, die Sportstätten-Sanierungen oder die unendliche Geschichte des barrierefreien S-Bahnhofs zu. Vielmehr hatte der damals 39-jährige sich mit weltgeschichtlichen Themen zu befassen. Die Leerstände im Dornacher Gewerbegebiet waren für die Landeshauptstadt willkommene Unterkunftsmöglichkeiten für den großen Flüchtlingsstrom über den Balkan in die Bayerische Metropole.

Mit kühlem Kopf und einer bis dahin unbekannten Resolution-Kultur mit Forderungen und Angeboten lenkte Glashauser die Bedürfnisse von einheimischer und geflohener Bevölkerung. Vielschichtig werden die Aufgaben für einen Rathauschef, wenn er ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu beschaffen hat, der Kinderbetreuungsbedarf weit über das prognostizierte Quantum steigt sowie Bund und Freistaat ihre Wahlversprechen auf lokaler Ebene in Gesetze gießen, ohne die Umsetzung sicherzustellen.

Und trotz allen Herausforderungen macht Thomas Glashauser das Amt im Rathaus noch immer Spaß. Kein Beschluss ist für ihn in Beton gegossen, wenn ein wirklich sachorientierter Grund dagegensteht und eine bessere Lösung herauskommt.

Die Kommunikation zwischen Rathaus und Unternehmern wurde auf eine breite Basis gestellt. Mehr und mehr konnte der Leerstand im Gewerbegebiet abgewendet werden, mit dem Resultat: die Gewerbesteuern sprudeln, obwohl die Gewerbesteuer gesenkt wurde. Es geht Glashauser nicht nur um die Unternehmen, sondern auch um deren Mitarbeiter wird sich gesorgt:für eine gute Infrastruktur beim Weg zum Unternehmen, für Parkmöglichkeiten und während der Mittagspause. Nicht zuletzt wird eine Kindertagesstätte, die die Kinder der Mitarbeiter oder auch Aschheimer Kinder betreut, gefördert.

Solange im Ratsgremium überwiegend Ruhe und Sachlichkeit herrschen, wird ausdiskutiert und es werden Wissenslücken geschlossen. 

ar

Das neue CSU-Team

Die Kommunalwahl stellt für die CSU Aschheim eine Cäsur dar. Fünf der derzeit zehn Gemeinderäte kandidieren nicht mehr. Darunter finden sich auch zwei „Schwergewichte“: Georg Hornburger, aktuell Dritter Bürgermeister und „heimlicher Bürgermeister“ von Dornach sowie Reiner Ströl, der dem Aschheimer Gemeinderat seit Jahrzehnten angehört. Mit Hoffnungsträgern wie dem 27-jährigen Michael Haller aus Dornach oder FCA-Vorstand Roland Mermi, möchte die CSU ihre absolute Mehrheit im Gemeinderat verteidigen.

Mehr über den Münchner Nordosten gibt es in der Übersicht.

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