„Ein Vorbild für alle“

Plienings Bürgermeister Georg Rittler mit Franz Glück bei der Verleihung der ersten Ehrenbürgerurkunde der Gemeinde. Foto: H.R.

Am 9. März verstarb Plienings erster Ehrenbürger Franz Glück in seinem 81. Lebensjahr. „Die Gemeinde Pliening verliert mit Franz Glück einen Ehrenbürger, einen großartigen Kommunalpolitiker und einen Menschen, der einen bleibenden Platz in unseren Gedanken und Herzen eingenommen hat“, sagte Bürgermeister Georg Rittler ergriffen. Die Trauerfeierlichkeiten fanden am Mittwoch statt.

Für seine Verdienste erhielt Franz Glücks zahlreiche Auszeichnungen wie die Dankurkunde des Staatsministers des Innern für sein langjähriges, verdienstvolles Wirken in der Kommunalen Selbstverwaltung (1998), dem Ehrenzeichen der Gemeinde Pliening in Gold (1999), dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten (2003), der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze des Staatsministers des Innern (2008) und letztendlich 2008 die Ehrenbürgerschaft, die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde verleihen kann. Als Sohn eines Landwirts in der Oberpfalzgeboren, begann Glück 1967 an der Bayerische Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau als Sachbearbeiter für Pflanzenschutz. 1973 trat er in die Plieninger CSU ein, deren Ortsvorsitzender er von 1981 bis 1999 war. 30 Jahre im Gemeinderat 1978 wurde Glück in den Plieninger Gemeinderat gewählt und wirkte dort 30 Jahre lang. Er scheute sich nicht, mit deutlichen Worten die politische Diskussion auf eine sachliche Ebene zurückzuholen. Zwölf Jahre war Glück zweiter Bürgermeister. Kommunalpolitisch begleitete er das Zusammenlegen der Gemeinden Pliening und Gelting, Infrastrukturmaßnahmen wie Rathausneubau, Kindergärten, Feuerwehrhäuser und Bürgerhaus. Um der Sache willen ging Glück auch heftigen Diskussionen nicht aus dem Weg. Mit ihm wurde 2002 das Amt des Seniorenreferenten eingeführt und Plienings Senioren dankten ihm sein Engagement mit zahlreichem Erscheinen beim monatlichen Treffen. Franz Glück war Plienings erster Ehrenbürger. Sein politischer Ziehsohn Georg Rittler, inzwischen Plienings erster Bürgermeister, hatte die Ehre ihm die erste Ehrenbürgerurkunde der Gemeinde überreichen zu dürfen. Ein Ohr für die Bürger Glück hatte stets ein offenes Ohr für die Belange der Vereine und der Bürger. Bei den Ottersberger Schützen wirkte er beim Bau des Schützenheims mit und sorgte auch als Vorstand in der Kirchenverwaltung für die notwendigen Finanzmittel. wofür er 2011 die Korbinian-Medaille erhielt. Trotz sehr großem Zuspruch aus der Bevölkerung blieb Glück bodenständig und strebte nicht nach höheren Ämtern in der Politik. Seine verbindliche Art, seine Ehrlichkeit und Menschlichkeit sowie seine Kontaktfreudigkeit und Geselligkeit schafften ihm überall Vertrauen und Freundschaften auf vielen Ebenen, weshalb es ihm möglich war vielen zu helfen. „Du bist Vorbild für alle“, „Die Bürger schätzten, dass bei Dir Worte und Taten übereinstimmten“, „Bürgernähe war Dir schon ein zentrales Anliegen, als das Wort noch lange nicht in aller Munde war“, lobte Rittler anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerschaft Franz Glück. – A.R. –

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