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Alte Kehrmaschine ersetzt

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Die Gemeinde Kirchheim plant, eine neue Kehrmaschine anzuschaffen.
Die Gemeinde Kirchheim plant, eine neue Kehrmaschine anzuschaffen. © oh

Die Gemeinde Kirchheim kauft eine neue Kehrmaschine — ein dieselbetriebenes Modell, das rund 250 Stunden pro Jahr im Einsatz ist.

Kirchheim – Die Gemeinde muss sauber bleiben und dazu braucht man unter anderem eine Kehrmaschine. Wenn jedoch der Leasingvertrag der jetzigen Kehrmaschine im März ausläuft, muss man sich zeitnah über ein neues Gerät Gedanken machen – und auch darüber entscheiden.

Zur Diskussion im Gemeinderat standen die Fragen, ob überhaupt eine neue Kehrmaschine für den Bauhof beschafft werden soll und ob diese gegebenenfalls elektrisch- oder dieselbetrieben sein soll. Zur Entscheidungsfindung für die Räte gab es einige Fakten, die von der Verwaltung zusammengestellt wurden. Unter anderem wurde dabei von einer Miete des Fahrzeugs – auch von Seiten der Hersteller – abgeraten.

Außerdem gab es eine Übersicht zu „planbarer“ und „kurzfristiger“ Nutzung. Unter planbarer Nutzung fällt beispielsweise Frühjahrs- und Herbstkehren oder Kehren bei Gemeindeveranstaltungen. Kurzfristige Nutzung heißt: Unterstützung der Feuerwehr bei Einsätzen oder Unterstützung bei Tätigkeiten wie der Grünflächenpflege, Baum- und Sträucherpflege. Außerdem gab es Fakten, was eine Kehrmaschine in Kirchheim im Jahr leistet. Sie hat im Durchschnitt eine Laufleistung von zirka 1000 Kilometern pro Jahr. Bei einem Straßen- beziehungsweise Gehwegenetz von rund 60 Kilometer ohne Siedlungswege würde das Fahrzeug die Gemeinde zirka 17mal pro Jahr abfahren. Zwei Drittel dieser Strecke ist die Kehrfunktion im Einsatz, der Rest sind Anfahrts- und Rückwege sowie Fahrten zur Leerung. Somit ist die Kehrmaschine rund 250 Stunden pro Jahr im Einsatz.

Aber mit welchem Antrieb? Zur Wahl stehen Elektro- oder Dieselantrieb. Bei der Elek­tro-Version würden Leasingkosten zwischen 250.000 bis 300.000 Euro brutto liegen. Wegen der Summe müsste ein EU-weites Vergabeverfahren durchgeführt werden und könnte allein bis zur Auftragsvergabe rund vier Monate dauern. Dazu noch die Empfehlung aller Vertriebspartner: Elektro-Kehrmaschinen sollten ausschließlich geleast werden. Beim dieselbetriebenen Modell liegen die Anschaffungs- beziehungsweise Leasingkosten (60 Monate) bei 130.000 bis 180.000 Euro brutto. Neben dem günstigeren Preis kann eine nationale Vergabe ohne Teilnehmerwettbewerb durchgeführt werden und das Verfahren dauert maximal zwei Monate.

Nach einer Diskussion über Kauf oder Leasing und über die verschiedenen Antriebsformen der Kehrmaschine wurde dann mehrheitlich der Kauf einer dieselbetriebenen Kehrmaschine beschlossen. Damit bekam die Verwaltung den Auftrag, das entsprechende Vergabeverfahren durchzuführen und die entsprechenden finanziellen Mittel im Vermögensaushalt 2023 bereitzustellen.

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