Die Vhs olm startet in ein neues Semester

Die Herausforderungen von heute und morgen 

Carmen Stahl (Dritte von rechts) und ihr Team der Vhs olm. Doch was wäre eine Vhs ohne die vielen Dozenten — und vor denen zieht die Geschäftsleiterin ihren Hut.
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Carmen Stahl (Dritte von rechts) und ihr Team der Vhs olm. Doch was wäre eine Vhs ohne die vielen Dozenten — und vor denen zieht die Geschäftsleiterin ihren Hut.
  • VonVerena Rudolf
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Am Montag, 27. September, beginnt bei der Vhs olm das neue Semester. „Der Kursbetrieb wird wieder ein anderer sein“, sagt Carmen Stahl, Geschäftsleiterin der Volkshochschule im Osten des Landkreises München. 

Wie in allen Lebensbereichen hofft auch die Vhs darauf, dass es keinen erneuten Lockdown geben wird. Doch „anders“ wie vor und mit Corona wird das neue Semester dennoch sein. Vhs-Leiterin Carmen Stahl zählt vielfältige Gründe dafür auf. „Wir als Vhs olm haben kein Stammhaus“, erklärt Stahl. „Unsere Kurse fanden bisher in unterschiedlichen Einrichtungen statt. Die Schulen hingegen mussten sich selbst erst mal organisieren, der Zutritt in Pflegeeinrichtungen, in denen es auch Kurse gab, ist weiter nicht möglich.“ Doch während es bei manchen Angeboten wie beim Einzel-Musikunterricht einfacher ist, auf einen Online-Betrieb umzustellen, stellt ein hybrides Format für andere Kurse, Teilnehmer und vor allem auch für die Dozenten nach wie vor eine große Herausforderung dar. Zunächst einmal hat die Vhs olm aufgerüstet und Kameras sowie Mikrofone für Kurse, die online stattfinden, angeschafft. Klar, während des Lockdowns funktionierte es gut, dass die Dozenten einfach von zuhause aus streamten. Doch nun soll die Qualität stimmen und daher leiten viele Kursleiter ihre hybriden Angebote nun von Vhs-Räumen aus. „Da wir aber kein zentrales Gebäude haben, gibt es bei uns in Aschheim, Feldkirchen oder Kirchheim auch Räume ohne Internet-Verbindung“, so Stahl. Ebenso stehen sie auch vor logistischen Herausforderungen, wenn eine Kamera innerhalb eines Gebäudes nicht mal schnell von A nach B gebracht werden könne.

Natürlich kostete die technische Aufrüstung auch Geld. Und leider können die Kurse aufgrund der Abstandregeln nach wie vor nicht mit derselben Teilnehmerzahl belegt werden. „Ebenso haben wir an einem Abend weniger Kurse“, so Stahl. Denn zwischen den Veranstaltungen muss es ja eine Pause zum gründlichen Lüften geben. Zudem sollten sich nicht zu viele Vhs-Teilnehmer beim Betreten und Verlassen des Kursraumes begegnen. Und noch können die Vhs-Teilnehmer eben nicht alle Räumlichkeiten wieder nutzen.

Um den Ablauf von hybriden Kursen zu optimieren, hat die Vhs olm zudem eine Sprechstunde eingerichtet, in der Teilnehmer ihre Fragen zur technischen Durchführung loswerden können. „Ebenso hat eine Mitarbeiterin die Kursleiter gecoacht“, sagt Stahl und betont: „Unsere Dozenten sind extrem bemüht. Hut ab vor ihrem Engagement!“

Überdies hat die Pandemie Einfluss auf das Semesterprogramm „Das Leben — gestern, heute, morgen“. „Wie gewohnt lernen wir aus der Vergangenheit und richten unseren Blick zum Beispiel mit dem AschheiMuseum oder dem Bajurwarenhof Kirchheim auf die Historie“, so Stahl. Doch auch das Heute findet Platz im Programm. „Wir als Vhs sehen uns in der Verpflichtung, denen weiterzuhelfen, die sich beruflich umorientieren müssen. Und wir denken auch an die, die zum Beispiel vor der Herausforderung stehen, sich in einer Zoom-Konferenz bewerben zu müssen.“ Ebenso will die Vhs olm den Blick in die Zukunft richten und so erfahren Vhs-Teilnehmer, wie die Corona-Pandemie die Arbeitswelt verändert. Auch kostenlosen Online-Vorträge, die in Kooperation mit anderen Vhs organisiert wurden, wird es im neuen Semester geben. Aber Stahl weiß dennoch, wie wichtig Präsenzveranstaltungen trotz aller technischen Optimierungen bleiben. „Wir sind nun mal der Bildungsträger vor Ort“, so Stahl. „Je mehr online stattfindet, desto austauschbarer sind wir.“

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