Besondere Regeln, außergewöhnliche Zeiten

Bürgerversammlung in Feldkirchen in Corona-Zeiten

Feldkirchner Premieren: Bürgermeister Andreas Janson leitete seine erste Bürgerversammlung und erstmals wurde eine Feldkirchner Bürgerversammlung live gestreamt.
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Feldkirchner Premieren: Bürgermeister Andreas Janson leitete seine erste Bürgerversammlung und erstmals wurde eine Feldkirchner Bürgerversammlung live gestreamt.

Nicht nur Abstand, Hygiene und Alltagsmaske waren zur Bürgerversammlung in Feldkirchen angesagt, sondern auch ein geänderter Modus zur Behandlung der Bürgeranträge. Auf die Abstimmungen über die Anträge verzichtetet Bürgermeister Andreas Janson, denn „Wir werden alle angesprochenen Themen im Gemeinderat behandeln“, versicherte er. Kein Thema mehr sein wird der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB), wenn beim aktuellen Monitoring kein Käferfund erfolgt, zeigte sich Janson erfreut. 

Abstand halten und die Türen der Gemeindehalle an der Richthofenstraße nach draußen offenlassen, war die Corona-Devise seitens der Feldkirchner Verwaltung. Auffallend war, dass Bürger sich ihrerseits zuvor abgesprochen hatten und nur einen Sprecher aus der Gruppe zur Bürgerversammlung der Gemeinde Feldkirchen schickten, was auch die geringe Teilnehmerzahl von rund 30 Bürgern erklärte. Aufgrund der pandemiebedingten Umstände wurde die Bürgerversammlung zeitgleich als Livestream im Internet übertragen. 58 Teilnehmer verfolgten den Livestream, wie Bürgermeister Andreas Janson mitteilte.

Eine der Gruppen-Vertreterinnen war die ehemalige Grünen-Gemeinderätin Simone Krois, die ein Repair-Café an der Kapellenstraße am Wertstoffhof initiiert haben möchte, um so der Abfall-Flut entgegenzuwirken.

Werner Schamberger, ehemals CSU-Gemeinderat, schlug vor, die Brunnenstraße einheitlich, also sowohl den alten wie auch den neuen Teil der Straße als verkehrsberuhigte Zone auszubauen.

Mehr Verkehrssicherheit

Mehr Verkehrssicherheit forderte auch Klaus Nitsche für die Olympiastraße. Der ehemalige Fuß- und Radweg soll wieder auf dem angrenzenden Acker errichtet werden. Gefährlich sei die aktuelle Situation für alle Verkehrsteilnehmer, denn die Kurve sei von keiner Seite gut einzusehen. Genutzt wird die Straße von vielen Sportlern allen Alters auf dem Weg zur Sportanlage mit dem Rad, aber auch zu Fuß. „Der Pachtvertrag lief aus und wurde vom Eigentümer nicht verlängert. Ich werde mich drum kümmern“, sagte Janson und viele hoffen, dass besagter Landwirt und der nun amtierende Bürgermeister „einen guten Draht zueinander finden“.

„Wie lange sollen wir uns noch den Schadfleck an der Münchner Straße ansehen“, fragte Friedrich König. „Gute Frage“, so Janson, „kann ich auch nicht sagen.“ Inzwischen sei das Gebäude soweit eingezäunt, dass die Sicherheit gewährleistet ist. „Auch hätte der Eigentümer gerne mit der Sanierung begonnen“, ergänzte Janson. Es gäbe eine kleine Hoffnung, dass etwas passiert.

So gut wie keine Aussicht auf Erfolg machte Janson einer Feldkirchnerin, die ihren Privatwagen als Car-Sharing-Auto der Gemeinde anbieten wollte, da sie persönlich ihn nur selten nutze.

Mehr Aktivitäten dürfen sich die Feldkirchner auf der knapp sieben Hektar großen Erholungsfläche des Heimstettener Sees, dem „Fidschi“, machen. Der Erholungsflächenverein habe eine erste Planung für das Gelände vorgestellt. Die Gaststätte werde neu errichtet und ebenso eine WC-Anlage auf dem Gelände, berichtete Janson.

Landrat Christoph Göbel vertrat zum Thema Maskenschutz die Meinung der Staatsregierung, da auch inzwischen in zahlreichen Schulen Corona-infizierte Personen sind. „Unter den Fünf- bis 14-Jährigen sind aktuell 200 Infizierte“, erklärte er. Klar war seine Position zur Verlängerung der Kreisstraße M1 und der sogenannten Autobahn A99 Parallele/B471-neu. Eine umfassende Machbarkeitsstudie soll eine Basis für die Lösung bilden. Dabei bezog Göbel auch die noch in Planung befindliche Weißenfelder/Parsdorfer Umfahrung ein. ar

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