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Kampf den weißen Flecken

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Der Gemeinderat hat beschlossen, den Breitbandausbau in Kirchheim zu forcieren.
Der Gemeinderat hat beschlossen, den Breitbandausbau in Kirchheim zu forcieren. © oh

Rund 3000 Adressen verfügen in der Gemeinde Kirchheim noch über keinen Glasfaser-Anschluss. Deshalb soll die Errichtung eines flächendeckenden Glasfasernetzes diesen Mangel beseitigen. 

Beabsichtigt ist der weitere Breitbandausbau auf dem Gebiet der Gemeinde Kirchheim mit Fördermitteln des Bundes nach der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ vom 22. Oktober 2015 („Weiße Flecken Förderung“) und des Landes. Die Förderanträge wurden bereits gestellt und das notwendige Markterkundungsverfahren wurde erfolgreich durchgeführt. Der Gemeinde wurde bereits ein Zuwendungsbescheid über Bundesförderung in vorläufiger Höhe von 4,75 Millionen Euro (50 Prozent der Ausbaukosten) erteilt, ergänzt durch den Zuwendungsbescheid über Landesförderung in vorläufiger Höhe von 2,85 Millionen (30 Prozent der Ausbaukosten). Damit können Ausbaukosten bis zu einer Höhe von 9,5 Millionen Euro zu 80 Prozent aus Fördermitteln abgedeckt werden. Dazu sollen neben den primär über die Förderrichtlinie adressierten „Weißen Flecken“ (Versorgung unter 30 Mbit/s) auch zusätzliche „Graue Flecken“ (Versorgung unter 100 Mbit/s) – so weit im Rahmen der Förderrichtlinien als Beifang beziehungsweise Reservevortrieb möglich – ausgebaut werden. 

In der jüngsten Gemeinderatsitzung gab das Gremium einstimmig grünes Licht für die Durchführung des geförderten Breitbandausbau im sogenannten Betreibermodell in interkommunaler Zusammenarbeit mit den Gemeinden Feldkirchen und Aschheim. Im Betreibermodell wird die Gemeinde Kirchheim Zuwendungsempfängerin und Eigentümerin des passiven Netzes und verpachtet dieses an einen Netzbetreiber. Vor Beginn der weiteren Planungs- und Bauarbeiten ist in einem Betreiberauswahlverfahren zunächst der zukünftige Netzbetreiber/Netzpächter zu suchen und vertraglich zu binden. Damit ist sichergestellt, dass das von der Gemeinde zu errichtende Glasfasernetz einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt wird. In einem späteren Verfahrensschritt ist es geplant, Aufgaben an eine noch zu gründende gemeinsame Rechtsform der beteiligten Gemeinden zu übertragen.

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