Baurecht nach sieben Jahren

An der Martin-Luther-Straße in Kirchheim kann jetzt gebaut werden. Die Planung hat sich sieben Jahre lang hingezogen, immer wieder kam es zu Verzögerungen. Nun hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung den Bebauungsplan für das Gebiet einstimmig beschlossen. Foto: Charly D

An der Martin-Luther-Straße in Kirchheim kann jetzt gebaut werden. Die Planung hat sich sieben Jahre lang hingezogen, immer wieder kam es zu Verzögerungen. Nun hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung den Bebauungsplan für das Gebiet einstimmig beschlossen.

Ursprünglich wollte die Gemeinde die Flächen an der Martin-Luther-Straße östlich und westlich der Cantate Kirche von Bebauung freihalten, zumindest bis über die Ortsmitte entschieden ist. Doch dann erstritt ein Eigentümer vor Gericht das Baurecht für die Grundstücke östlich der Kirche und an der Ludwigstraße. Diese sind inzwischen bebaut. Die Gemeinde unterlag deswegen, weil praktisch schon mit dem Bau der Kirche der Startschuss für eine Bebauung des ganzen Areals gegeben wurde. Auch für die restlichen 7000 Quadratmeter zwischen Kirche und Reihenhäusern an der Ludwigstraße haben die Eigentümer bereits 2005 Bauanträge gestellt. Um wenigstens hier eine unkontrollierte Bebauung zu verhindern, verhängte der Gemeinderat seinerzeit eine Veränderungssperre und begann mit der Überplanung des Gebiets. Der erste Entwurf sah fünf langgestreckte zwei- und dreigeschossige Gebäude vor, die sich fächerförmig entlang der Martin-Luther-Straße anordnen und als Reihen- oder Mehrfamilienhäuser realisiert werden können. „Stillhalteabkommen“ mit der Kirche Während des Verfahrens taten sich immer wieder neue Schwierigkeiten auf, die zu Änderungen führten. Da protestierten etwa Anwohner aus dem Amperweg, dass die Bebauung zu nah an ihre Grundstücke heranreicht. Daraufhin wurde das mittlere Gebäude von 42 auf 30 Meter verkürzt. Im Gegenzug erhöhte man den Baukörper direkt neben der Kirche von zwei auf drei Stockwerke. Aber auch die Kirche sah Nachbarschaftskonflikte vorprogrammiert, vor allem für ihre Veranstaltungen. Der Gemeinderat versuchte, hierfür eine Lösung zu finden, verkürzte auch das östlichste Gebäude und schaltete einen Schallschutzgutachter ein. Nach langwierigen Verhandlungen kam ein Stillhalteabkommen zwischen Kirche und Eigentümern des neuen Baugebiets zustande. Solange bei Veranstaltungen in der Kirche die Fenster ab 22 Uhr geschlossen bleiben, können sich Anwohner nicht beschweren. Sollte es dennoch zu Konflikten kommen, wird eine Lärmschutzwand gebaut oder die Freifläche der Kirche eingehaust. Als die Planung abgeschlossen war, tauchten Schwierigkeiten mit der Situierung der Tiefgarage auf. Im Bebauungsplan fehlten genaue Angaben über die Stellplätze. Deswegen wurde er wieder aufgehoben und entsprechende Vorgaben eingearbeitet. Anschließend wünschten die Eigentümer die Möglichkeit einer abschnittsweisen Bebauung, wodurch noch eine zusätzliche Tiefgarageneinfahrt eingeplant werden musste. – FL –

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