1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München Nordost

„Bauland für Einheimische“ in Feldkirchen

Erstellt:

Kommentare

Noch finden Erdbewegungen auf dem Areal nördlich der Beethovenstraße statt, wo einmal das „Bauland für Einheimische“ für günstigen Wohnraum sorgen soll.
Noch finden Erdbewegungen auf dem Areal nördlich der Beethovenstraße statt, wo einmal das „Bauland für Einheimische“ für günstigen Wohnraum sorgen soll. © hr

„Bauland für Einheimische“ ist in Feldkirchen begehrt. Doch wegen der gemeindlichen Vergabekriterien kommt es erneut zu Verzögerungen. Bis August/September soll aber alles unter Dach und Fach sein.

Eile mit Weile, sagt der Volksmund. Doch für die interessierten Bürger passiert ohnehin gefühlt alles viel zu langsam, wenn es um die Zuteilung der verbilligten Grundstücke für Ortsansässige geht, wie eine Zuhörerin vor der jüngsten Feldkirchner Gemeinderatssitzung deutlich monierte.

Doch just mit einem Eilantrag wollte die UWG-Fraktion die Vergabekriterien zum sogenannten „Bauland für Einheimische“ noch einmal geändert wissen. Gestellt war der Antrag am 20. April, ergänzt wurde er am 28. April – und da wegen der Komplexität der Formulierung der Kriterien ein Rechtsanwalt dabei sein sollte, wollte man den Antrag nun auf der jüngsten Sitzung debattieren und beschließen. Doch so weit kam es gar nicht. Denn weder der Rechtsanwalt war vor Ort, was UWV-Sprecher Andreas Janson zunächst verärgerte, noch wollte Bürgermeister Werner van der Weck über die beschlossenen Vergabe-Kriterien diskutieren.

Vielmehr berichtete van der Weck, dass wegen einer anderen Angelegenheit die Rechtsaufsicht des Landratsamtes im Rathaus gewesen sei und man dabei auch auf die Vergabe-Kriterien für das sogenannte „Bauland für Einheimische“ zu sprechen gekommen sei. Die Vertreter des Landratsamtes hätten mitgeteilt, dass hierzu Hilfestellung von Landratsamt erfolgen könne und auch andere Kommunen dies wahrnehmen würden.

Erstaunt sahen sich die UWV-Fraktionskollegen Andreas Janson und Michael Schön an. Ob denn die Ausführungen durch den von der Gemeinde´beauftragten Rechtanwalt nicht so optimal gewesen seien, wollte Janson wissen. „Um eine Anzeige zu vermeiden, sage ich nicht ja“, reagierte van der Weck vorsichtig. „Das ist eine völlig neue Situation“, stellte Janson fest und zog den UWV-Antrag zurück.

Dennoch wollten die Ratsmitglieder über den Stand des Areals informiert werden. Man erwarte die Kampfmittelfreigabe für das Areal in Kürze, berichtete Bauamtsleiterin Dagmar Leiter. Auch seien keine Archäologischen Funde zu erwarten, die die Bebauung verzögerten. Der Bebauungsplan werde derzeit erstellt und dann dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt. Anschließend erfolge eine verkürzte öffentliche Auslegung. In der Summe brauche es noch ein paar Monate bis der Bebauungsplan rechtskräftig und die Vergabe-Kriterien rechtskonform vorliegen. Das Zeitziel liegt im August/September. 

ar

Auch interessant

Kommentare