Die Bürger brauchen noch immer Geduld

Bahnhofs-Bauzeit in Feldkirchen bis in Jahr 2021?

Holzverschalungen soweit das Auge reicht: links zur Unterführung und rechts die Verbindung zur nördlichen Rampe.
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Holzverschalungen soweit das Auge reicht: links zur Unterführung und rechts die Verbindung zur nördlichen Rampe.

Feldkirchen – Neues Ziel ist es, bis Mitte des Jahres die Bahnsteigzugänge von Feldkirchen-Süd und -Nord soweit abzuschließen wie geplant. „Dass der Aufzug im Jahr 2020 in Betrieb gehen wird, kann momentan leider noch nicht abschließend bestätigt werden, da hierfür zunächst der Mittelbahnsteig sowie die Stromversorgung fertiggestellt werden müssen“, so die Auskunft der Bahn. Hierzu werde man auf die Gemeinde zu gehen, um einen provisorischen Stromzugang zu erhalten.

Die Antworten der Bahn konnte in der jüngsten Ratssitzung Herbert Vanvolsem (CSU) verlesen. Wahlkampfgetöse? Nein, bei weitem nicht, denn an vielen anderen Orten der Region, wie beispielsweise in Grafing, bedarf es des Drucks aller Bundestagsabgeordneten auf die Bahn. Diese verweist darauf, dass die Abgeordneten entscheiden würden, was gemacht werden solle. Und diese werden von den Bürgern immer wieder gebeten, sich für zügige Baumaßnahmen einzusetzen.

Längst hätte die Baumaßnahme, der behindertengerechte Zugang von Nord und Süd in Feldkirchen, realisiert werden sollen. Noch immer können nur von Süden her Treppen gelaufen werden – runter und rauf, um von den Bushaltestellen zu den S-Bahnzügen zu gelangen. Zwei große Holzbauzäune unterhalb der Gleisanlage verwehren den Zugang über die Rampen, die sich noch im Rohbau  befinden. Wer durch die Ritzen des Bauzaunes sieht, erkennt zumindest Licht am Ende des Tunnels.

Das Warten auf die S-Bahn wird im Winter und bei wechselhafter Witterung zu einer echten Herausforderung. In den betrieblichen Nachtruhen und unter laufendem Betrieb soll das Dach im Mai dieses Jahres aufgebaut werden. „Im Nachgang werden die restlichen Ausstattungselemente wie Windfänge und Sitzgelegenheiten am Mittelbahnsteig montiert“, erklärt die Bahn.

„In der Tat verläuft die Baumaßnahme nicht planmäßig, was auch für uns als Deutsche Bahn nicht zufriedenstellend ist“, räumt sie ein. „Verschiedene Gründe, wie beispielsweise der Entfall von Sperrpausen aufgrund eines Unfalls auf der Strecke im ersten Halbjahr 2018 haben von Beginn an zu Verzögerungen im Bauablauf geführt. Diese Verzögerungen im Anschluss aufzuholen und außerplanmäßig erneute Sperrpausen zu generieren, ist aufgrund des Zugverkehrs und der betrieblichen Relevanz der Strecke in Richtung Markt Schwaben kaum möglich.“ Was die Bahn als Entschuldigung anführt, ist für viele ÖPNV-Nutzer gelebter Alltag; wäre also planbar gewesen.

„Der Rückbau der besagten Fußgängerbrücke und die Herstellung des Zugangs über die Unterführung im Herbst 2019 war aufgrund der Umstände und der Bündelung der Ressourcen ein Kraftakt, aber auch nur ein weiterer kleiner Schritt hin zur Fertigstellung der Maßnahme“, so die Bahn weiter. Der Bau der südlichen Rampe soll bis Ende März 2020 mit Nachdruck beginnen. Zu Beginn werden die Kabelleerrohre für die Stromversorgung, Fundamente für die Geländer und die Entwässerung gebaut.

Auch für die Abstellanlage für Fahrräder östlich des Bahnhofvorplatzes läge es an der fehlenden südlichen Rampe beziehungsweise an der fehlenden Stromunterverteilung.

Die nördliche Rampe kann auf Grund einer Baustelleneinrichtungsfläche auf der Nordseite noch nicht angegangen werden. Die Rampenanlage ist eine Baumaßnahme der Gemeinde Feldkirchen, betont die Bahn.

Doch der Verzug der Fertigstellungstermine ist kein Einzelfall, denn auch im benachbarten Aschheim kämpft man mit den Zeitplänen der Bahn. 

ar

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