Investitionen in die Bildung geplant

Aschheims kommunaler Haushalt erlaubt Steuersenkungen

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Der Neubau des Aschheimer Rathauses schlägt bereits im aktuellen Haushalt zu Buch.

Ohne Kredit, ausgeglichen und investitionsstark — so präsentiert sich Aschheims Haushalt 2019. Und er erlaubt sogar Seuersenkungen.

Aschheim senkt die Gewerbe- ertrags- und Grundsteuer A und B. Selbst der rückwirkende Drittelerlass der Erschließungskosten ist komplett im Gemeindehaushalt 2019 eingearbeitet. Die Barriere-Freiheit soll innerorts weiter ausgebaut werden. Nördlich und südlich des Speichersees sicherte man insgesamt 16 Hektar für umfangreiche Begrünungs- und Naturschutzmaßnahmen. Das Lob für einen gut aufgestellten und lesbaren Haushalt war Aschheims Kämmerer Marco Zschoch sicher.

Das Gesamthaushaltsvolumen 2019 in Höhe von 65,4 Millionen Euro verteilt sich auf den Verwaltungshaushalt mit 43 Millionen Euro und den Vermögenshaushalt mit 22,4 Millionen Euro. Gewerbesteuer- und Grundsteuerhebesatz werden jeweils von 320 auf 310 von Hundert gesenkt, womit Aschheim nun erst recht, verglichen mit anderen gleichgroßen Gemeinden, unterdurchschnittliche Hebesätze hat.

Die Rücklagen werden für Ende 2019 auf 6,9 Millionen Euro kalkuliert. Eine Darlehnsaufnahme ist prinzipiell nicht vorgesehen. Allein, wenn Förderprogramme mit zinsgünstigem Darlehen und Tilgungserlass für Umwelt- und Klimaschutzprojekte angeboten werden, will man dieses Angebot gegebenenfalls aus Wirtschaftlichkeitsgründen in Anspruch nehmen.

Bei rund 36,6 Millionen Euro liegen die Steuereinnahmen und trotz zu zahlender Kreisumlage (13,4 Millionen Euro) und Gewerbesteueranteil (4,5 Millionen Euro) dürfte sich manch andere gleichgroße Kommune bei diesen Zahlen die Augen reiben.

Den Löwenanteil der Einnahmen bildet die Gewerbesteuer mit 22,5 Millionen Euro „konservativ geschätzt“, wie Bürgermeister Thomas Glashauser betonte; gefolgt von dem Einkommensteueranteil mit -ersatzleistung in Höhe von 8,25 Millionen Euro, dem Umsatzsteueranteil mit 2,9 Millionen und den Grundsteuern A und B mit 2,3 Millionen Euro. Eine halbe Million Euro erwartet Zschoch über den kommunalen Anteil der Grunderwerbssteuer und 35.000 Euro von der Hundesteuer.

Der Aschheimer Rathaus-Neubau schlägt im aktuellen Jahr im Haushalt mit 270.000 Euro zu Buche. Im Plan für die Jahre 2020/21 sind weitere insgesamt 1,7 Millionen Euro einkalkuliert. Aschheims Rücklagen könnten möglicher Weise 2022 nur noch in Höhe der Mindesteinlage vorhanden sein. Aber noch immer ist man dann schuldenfrei. Ein Hintertürchen im Haushalt ist der geplante der Erwerb von landwirtschaftlichen Flächen in Höhe von zehn Millionen Euro. Der kommunale Haushalt 2019 ist geprägt durch die Sanierungs- und Erweiterungskosten der Ascheimer Keltengrundschule und die darauffolgenden Haushaltsjahre ebenso: 3,3 Millionen Euro werden heuer samt Baunebenkosten für Turnhalle und Hausmeistergebäude benötigt; Gleiches gilt für das Jahr 2020. Im Jahr 2021 sind 2,7 Millionen für Klassenzimmersanierung, Bau von Mensa, Küche und Aula geplant, wofür auch 2022 noch weitere rund 3,3 Millionen Euro benötigt werden.

Ebenfalls im Sinne der Jugend steht heuer die Erweiterung der Kita an der Uttastraße für rund 1,4 Millionen Euro an. State of the Art sollen im Kulturellen Gebäude Licht- und Tontechnik sein und für 250.000 Euro modernisiert werden. 65.000 Euro sind für den Feststadl kalkuliert.

Für die Rettung und Sicherheit der Bürger schafft Aschheim ein neues Feuerwehrfahrzeug an; die Kosten belaufen sich auf eine halbe Million Euro. Der Bauhof erhält Fahrzeuge für 650.000 Euro. Damit der Verkehrsfluss im Bereich Dornach-Süd zu Stoßzeitenverbessert werden kann, sind 300.000 Euro zur Erweiterung der Straße eingeplant. In den Breitbandausbau will man 410.000 Euro investieren. Nicht ohne Stolz sind Bürgermeister wie Ratsgremium, dass man freiwillige Leistungen in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales für die Bürger in Höhe von vier Millionen Euro leisten kann.

ar

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