Rote Karte für die Lkws

Unterstützung für Aschheim und Feldkirchen bei Lkw-Verbot

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Durch ein LKW-Fahrverbot soll der Lastwagen-Schleichverkehr über die B471 künftig unterbunden werden.

Lastwägen, die Staus auf der A99 ausweichen, sorgen in Aschheim, Feldkirchen, Haar und Putzbrunn für zusätzliche Verkehrsbelastung und viel Ärger. Deshalb wollen die betroffenen Gemeinden ein Durchfahrtsverbot. Unterstützung kommt jetzt von Landrat Christoph Göbel. Doch die Entscheidung liegt letztendlich an anderer Stelle.

Vor allem ausländische Trucker nutzen den „Schleichweg“ gerne, wenn sich der Verkehr auf der viel befahrenen A99 mal wieder staut. Mehrere Hundert LKWs donnern nach Schätzungen täglich durch die betroffenen Orte, was dort für sehr viel Ärger sorgt. Die Bürgermeister von Aschheim, Feldkirchen, Haar und Putzbrunn setzen deshalb auf ein Durchfahrtsverbot auf der B471, das für Lastwagen über 3,5 Tonnen gelten soll. Unterstützung erhalten sie jetzt aus dem Landratsamt. In einem Schreiben an die vier Bürgermeister sagt Landrat Christoph Göbel seine Unterstützung zu. Es sei möglich, erklärt der CSU-Politiker, dass die Untere Verkehrsbehörde im Landratsamt ein solches Verbot anordnen könne. Allerdings, so schränkt er ein, sei ein solches Verbot „rechtlich nicht ganz unproblematisch“. Damit das Landratsamt ein Lkw-Fahrverbot auf einer Bundesstraße wie der B471 aussprechen könne, brauche es „gerichtlich nachvollziehbare Gründe nach der Straßenverkehrsordnung“.

Zustimmen müsste einem solchen Verbot zudem die Regierung von Oberbayern. Und die könnte sich durchaus sträuben, denn die B 471 gilt offiziell als „Bedarfsumleitungsstrecke“ für die A99. Das Landratsamt müsste somit erst eine Ausweichroute, die mit Polizei und Autobahndirektion abgestimmt ist, vorschlagen. Rasend schnell wird es ohnehin nicht gehen. Laut Göbel kommt das LKW-Verbot erst dann in Frage, wenn der achtstreifige Ausbau der A99 komplett abgeschlossen ist.

Die Ankündigung des Landrats stößt aber nicht überall auf Gegenliebe. Die Unterstützung koste Göbel wenig, kritisieren die Grünen. Denn es stehe noch die Genehmigung durch die Regierung von Oberbayern aus. Dort sei zu befürchten, dass „seine Auto-fixierten CSU-Parteifreunde die Idee mit wenig Diskussion ablehnen werden“.Die Grünen in den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen, Haar und Putzbrunn meinen zudem, dass ein LKW-Fahrverbot nur der erste Schritt sein könne. Sie wollen das „Tiroler Modell“ konsequent anwenden und nicht nur die LKWs, sondern möglichst auch den Autodurchgangsverkehr auf der A99 halten. Tirol habe gezeigt, dass diess möglich sei, wenn der politische Gestaltungswille bestehe. Die aktuellen Verkehrszählungen entlang der B471 zeigten, dass damit die Verkehrsbelastung, besonders in der Urlaubssaison, deutlich verringert werden könne.

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Mehr über Aschheim, Feldkirchen und den Münchner Nordosten gibt es in der Übersicht.

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