Neue Hoffnung, neuer Mut

Wiederbelebung der interkommunalen Ost-Allianz mit neuen Köpfen

Mit neuen Ideen geht die wiederbelebte interkommunale Ost-Allianz Verkehrsfragen an.
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Mit neuen Ideen geht die wiederbelebte interkommunale Ost-Allianz Verkehrsfragen an (Symbolbild).

Aschheim – Für die federführende Kommune vernahm Aschheims Ratsgremium die 13 Hauptziele der Ost-Allianz und stimmte ihnen zu. Elf Kommunen der Landkreise München Land und Ebersberg sowie Bezirke der Stadt München setzen sich als Ost-Allianz ein interkommunales und überörtliches Raumkonzept zum Ziel, in dem trotz kommunaler Planungshoheit Einigungen über Ansiedlungen und die Lenkung der Verkehrsströme möglich sein soll. Vor allem aber will man als gewichtige Gemeinschaft für die Interessen der internen Ansprüche gegenüber den externen „Stakeholdern“ wie Bahn, Freistaat und Bund auftreten können.

Bereits vor gut 20 Jahren zeigte sich der Münchner Osten nicht nur von unterschiedlichen Verkehrsströmen, sondern auch durch den Siedlungsdruck der Landeshauptstadt in Mitleidenschaft gezogen. Das S-Bahn-Netz, das dem Anspruch der Olympischen Spiele von 1972 genüge leistete, brachte die Kommunen entlang der S-Bahnstrecken Richtung Erding und Ebersberg jede Menge Beschwerden der Bürger. Hinzu kam der Schleichverkehr durch die Kommunen in den Sommermonaten, da Dank der Süd-Allianz im Süden der einst geplante Autobahnring A99 rund um München nicht vollendet wurde. Somit musste der nördliche und östliche Teil der A99 auch den von Westen kommenden Verkehr aufnehmen – und nimmt ihn noch immer auf.

Poing war einst federführend. Von hieraus wurde die damalige Ost-Allianz geleitet und mit Unterstützung von Aschheims Bürgermeister Helmut J. Engelmann sowie der Vizepräsidentin des bayerischen Landtages, Roswitha Riess, erzielte man zwar Verbesserungen im ÖPNV, auch beim Ausbau der A99, aber nie den Ringschluss der A99 im Süden. Doch setzt man sich diesen Gordischen Knoten derzeit nicht zum Ziel.

Zu den „13 hochpriorisierten Maßnahmen“, die für die internen Anspruchsgruppen erzielt werden sollen, gehören die „Weiterentwicklung der Hauptachsen des bestehenden motorisierten Individualverkehrs-Netzes zu einem interkommunal leistungsfähigen Gesamtnetz“. Des Weiteren „die Ausrichtung der Siedlungsentwicklung auf eine minimal mögliche Verkehrsmengenzunahme durch angemessene städtebauliche Verdichtung“ und ebenso die Attraktivitätssteigerung des Öffentlichen Verkehrs durch „Erhöhung der Bedienungshäufigkeit und -zeiträume, Reduzierung der Reisezeiten, Umsteigehäufigkeiten sowie Herstellung der Barrierefreiheit und nicht zuletzt die Senkung der Störanfälligkeit“. Im Aschheimer Rat machte sich Unmut breit, ob der Fertigstellung der zweiten Stammstrecke, da hiermit auch der „Zehn-Minuten-Takt“ wegfällt. Wichtiger sei es, auf dem S-Bahn-Ast bis zum Ostbahnhof mehr Züge fahren zu lassen, denn hier stiegen die meisten Fahrgäste aus, so Sabine Maier, Sprecherin der Grünen-Fraktion. Die einst angedachte Ringstraßenbahn wird nicht realisiert werden, dennoch will man mit sogenannte Expressbussen eine ähnliche Wirkung erzielen.

Ferner soll in der Ost-Allianz die Weiterentwicklung des Landschafts- und Naherholungsraums unter der Maßgabe, prägende Elemente zu schützen, aber auch deren optimale Erreichbarkeit mit Fahrrad und ÖPNV sicherzustellen, gefördert werden. 

ar

Mehr über den Münchner Landkreis im Osten gibt es in der Übersicht.

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