Schulneubau

Der neue Aschheimer Realschul-Gymnasiums Komplex: Ein richtiger Hingucker

Über den Aschheimer Realschul-Gymnasiums-Komplex freuen sich (v.l.) die Bürgermeister Thomas Glashauser und Andreas Janson, das Architekten-Team mit Zweckverbandsgeschäftsführerin Michele Schlautmann sowie stellvertretender Landrat Ernst Weidenbusch und Bürgermeister Maximilian Böltl.
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Über den Aschheimer Realschul-Gymnasiums-Komplex freuen sich (v.l.) die Bürgermeister Thomas Glashauser und Andreas Janson, das Architekten-Team mit Zweckverbandsgeschäftsführerin Michele Schlautmann sowie stellvertretender Landrat Ernst Weidenbusch und Bürgermeister Maximilian Böltl.

Wenn gleich drei Bürgermeister strahlen und ein Landratsstellvertreter zufrieden lächelt, dann wird ein geglückter Entwurf für den neuen Aschheimer Realschulerweiterung- und Gymnasiumsneubau präsentiert.

Aschheim – Bauköperensemble, Freiflächen, ein Schwimmbad mit zusätzlichem Übungsbecken und nicht zuletzt eine wohl bedachte und überdachte Verbindung zum Bestandsgebäude präsentierten „Köhler Architekten + beratende Ingenieure“. Jede Schule wird ihre eigenen Chemie- und Physikräume haben.

Es war eine der Überraschungen, die Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser in seiner vergangenen Legislaturperiode zu präsentieren hatte: Aschheim erhält ein Gymnasium. Nicht minder wichtig war, im Zweckverband die Erweiterung der Realschule, die aus allen Nähten platzt, zu erreichen. Dass Glashauser nun auch die notwendigen Flächen auf Aschheimer Flur, sogar noch Grund für eine Erweiterung im Süden zur Verfügung stellen kann, dürfte man als gelungenen Hattrick bezeichnen. Denn hierzu musste er sich mit der Kirche, die fürs bedächtige verhandeln und vergeben von Erbpacht bekannt ist, auseinandersetzen, ihr den Grund abkaufen und teilweise eintauschen. Zum Teil dürfte auch Glashausers Oberministranten-Tätigkeit in jungen Jahren ein Schlüssel zum Erfolg gewesen sein, wie er augenzwinkernd selbst bemerkte.

Auf dem neuen Aschheimer Schulcampus mit bestehender ÖPNV-Anbindung und zentraler Lage zu Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim wird der langgestreckte Baukörper der bestehenden Realschule durch vier Quader sowie Sport- und Verwaltungsgebäude ergänzt werden. Je zwei Quader sind eng miteinander verbunden: ein Paar gehört zur Realschule, das andere Paar beherbergt das Gymnasium. Die Baukörper werden in sogenannter Holz-Beton-Verbundbauweise errichtet. Wichtige, tragende Gebäudeteile wie Treppenhäuser und die Gebäudekerne werden in Stahlbeton ausgeführt; ebenso die Decke über der Pausenhalle und den Arkaden. Ansonsten verwendet man Holz. Fluchtbalkone in den Obergeschossen sorgen für angenehmes Klima in den Klassen/Aufenthaltsräumen. Jahrgangsweise können die Schüler in den Etagen untergebracht werden. Im Westen des Geländes wird das Verwaltungs- und Wohngebäude errichtet werden. Im Süden befindet sich das Sportgebäude mit Sporthalle und Schwimmhalle mit gesondertem Übungsbecken, die auch einen eigenen externen Eingangsbereich haben. Ebenso sind getrennte Parkplätze für Real- und Gymnasiallehrer geplant.

In der zukünftigen Mensa-Küche – die genaue Dimensionierung wird noch erörtert – soll frisch gekocht werden. Außerdem sollen so weit wie möglich regionale Produkte auf den Tisch kommen. Noch wirkt der ganze Schulcampus etwas schemenhaft, denn mit dem Entwurf des Areals soll der Schulfamilie allein eine Basis und Konstruktion gegeben werden, wie man sich auf Aschheims Schulcampus einrichten kann. Selbstverständlich wird der Campus an die Geothermie angeschlossen. Der Unterrichtsbeginn soll zum Schuljahr 2025/26 erfolgen.

In einer Sonderzweckverbandssitzung hatte man sich, um die Baukosten für den Kirchheimer Gymnasiums Ersatzerweiterungsbaus einhalten zu können, geeinigt, dass der Pausenhof durch die Optimierung des Belages um 145.000 Euro und der Entwässerung um 101.000 Euro günstiger werden soll. Die Verkleinerung des Glasdaches soll 300.000 Euro und Einsparungen im Elektrobereich 190.000 Euro bringen. Nicht zuletzt sollen Fertigteile die Kosten für den Laubengang um 400.000 Euro senken. 

ar

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