Einfach fahrradfreundlich

Aschheimer Gemeinderat will Mitglied der AGFK werden

Die Gemeinde Aschheim strebt jetzt eine Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ an.
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Die Gemeinde Aschheim strebt jetzt eine Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ an.

Die Gemeinde Aschheim bewirbt sich um eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK). Dies hat der Gemeinderat jetzt auf Initiative von Grünen und SPD beschlossen.

Aschhein – Auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Kommune ist der Austausch mit anderen Kommunen sehr gewinnbringend. Als Mitglied des AGFK würde sich Aschheim-Dornach nicht nur zu einer intensiven Förderung des Radverkehrs bekennen, sondern auch auf den Weg begeben, die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr zu erhalten. 

Die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ ist ein Netzwerk bayerischer Kommunen, dass 2012 von 38 Gründungsmitgliedern und maßgeblicher Unterstützung der Bayerischen Landesregierung ins Leben gerufen wurde. Im Münchner Nordosten ist bereits die Gemeinde Kirchheim Mitglied im AGFK. Leitidee des Vereins war und ist der Netzwerkgedanke und regelmäßige Erfahrungsaustausch. Erfahrungen lokaler Projektarbeiten werden allen Mitgliedern zugänglich gemacht und ermöglichen Synergieeffekte, die alleine nur schwerlich erreichbar und umsetzbar wären. Politik und Verwaltung erhalten mit der koordinativen Geschäftsstelle der AGFK Bayern einen zentralen Ansprechpartner. Mittlerweile gehören bayernweit 77 Landkreise, Städte und Gemeinden dem Netzwerk an.

Zentrales Anliegen des Vereins ist die feste organisatorische Verankerung der Radverkehrsförderung als einen wesentlichen Baustein zukünftiger Mobilitätsabwicklung. Angesicht nur langsamer, aber dringend nötiger Veränderungsprozesse, soll der Radverkehr als schnelle und kostengünstige Maßnahme eines umfangreichen Handlungskataloges für mehr Lebensqualität verstanden werden. Diesem relativ klimaneutralen und ressourcenschonenden Verkehrsmittel soll zur breiteren und häufigeren Nutzung in der Bürgerschaft eine ähnlich gute Ausgangslage geboten werden, wie sie vom motorisierten Individualverkehr bekannt ist.

Damit kommunale Planung diesem übergeordneten Ziel angemessen gerecht werden, fühlt sich die AGFK Bayern verschiedenen Zielen verpflichtet. Dazu gehört mehr Infrastruktur. Denn wenn Radfahren Spaß machen soll, müssen Radfahrer den nötigen Platz im öffentlichen Raum bekommen – auf der Fahrbahn, auf Radwegen, in Bussen und Bahnen sowie bei den Abstellflächen.

Außerdem setzt sich der AGFK für mehr Radkultur ein. Die Verkehrsmittelwahl sei immer auch eine Imagefrage. Ziel der AGFK Bayern ist es zu zeigen, dass das Rad positiver und gern gesehener Teil der Stadt- beziehungsweise Kreiskultur ist.

Eine weitere Forderung betrifft die Sicherheit. Nur wenn das Rad als sicheres Verkehrsmittel wahrgenommen werde, würden mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen. Verkehrssicherheit für Radfahrer ist daher ein wichtiges Ziel der AGFK Bayern.

Und schließlich geht es auch um Umweltschutz. Eine umweltfreundliche Nahmobilität trage wesentlich zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Daher gehört es zu den zentralen Anliegen der AGFK Bayern, den Anteil des Rad- und Fußverkehrs im Modal-Split zu erhöhen.

Mitgliedskommunen der AGFK Bayern fühlen sich diesem Anliegen verpflichtet und setzen sich zum Ziel die offizielle Auszeichnung als „fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr verliehen zu bekommen.


Mehr über den Münchner Osten gibt es in der Übersicht.

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