Kommt jetzt der Abriss?

Aschheim: Erst Schulhaus, dann Rathaus

Aschheims Bevölkerung wächst zwar moderat, doch die kommunalen Aufgaben wachsen stetig. Längst ist die Raumkapazität im Anbau an der Rückseite des Rathauses aufgebraucht. Zudem haben Altbau und Neubau unterschiedliche Raumhöhen, so dass zwischen den beiden Hausteilen alt und neu ein eifriges „Treppauf und Treppab“ erfolgt. Ein Aufzug hätte es richten sollen. Die Planungen hierzu erwiesen sich doch mehr als Offenbarungen. Denn ohne die Verbesserungen in der Statik kann nichts dergleichen eingebaut werden. Zwei Varianten waren hier zunächst geboten und die Kostenschätzungen reichten bis zu zwei Millionen.

Eine Reihe an Déjà-vu-Momenten zeigte sich für länger tätige Ratsmitglieder. Mit erlebt haben sie die Sanierung des Dornacher Bürgerhauses und das über einige Jahre hinweg; dann folgte die Keltengrundschule und nicht minder eindrucksvoll der Neubau des Gymnasiums Kirchheim und jetzt sollte das Rathaus modernisiert werden?

Aus Kostengründen sollte das alte Rathaus nur einen Aufzug erhalten, doch hier hatte die Statik dem Sparplan einen Strich durch die Rechnung gemacht: zwei Millionen Euro, wenn’s denn kostengünstig sein muss, aber dennoch halten soll, so die Planer. Ein bisschen „Altbürgermeister Helmut Englmann“-Machbarkeitsstudien-Flair kam auf, als Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser von bis zu sechs Varianten der Rathausmodernisierung und den Machbarkeitsstudien sprach. Doch halt! Allen voran wehrte sich Glashauser gegen eine Vielzahl an Machbarkeitsstudien der Varianten. Da eine Kostenkalkulation zu einem Neubau bei knapp 8,8 Millionen Euro lag, der Betrag zwar nur vorläufig und noch erheblich variieren könne, entschied der Gemeinderat hierfür eine Machbarkeitsstudie anfertigen zu lassen. Dabei soll auch die Möglichkeit der Fassadenerhaltung angesprochen werden. Sowohl SPD-Räte als auch CSU-Rat Florian Meier insbesondere plädierten für einen Neubau. Da dieser Neubau noch nicht im Haushalt geplant und in keiner Prioritäten-Liste steht, gilt es zunächst einmal Kassensturz zu machen.

Ferner soll auf einer Zeitachse dargestellt werden, welche Pflichtaufgaben noch erledigt werden müssen und wann ein neues Rathaus entstehen könnte, in der „Gemeinde mit Geschichte und Zukunft“.

ar

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