Sicherheit erfordert Neupflanzung

Aktueller Aufschrei wegen altbekannter Sanierungsmaßnahme in Aschheim

Solche durch Baumwurzeln verursachten Straßenschäden wie hier bei der Hofstattstraße in Aschheim gilt es zu verhindern, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
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Solche durch Baumwurzeln verursachten Straßenschäden wie hier bei der Hofstattstraße in Aschheim gilt es zu verhindern, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Die für die Verkehrssicherheit notwendige Geh- und Radwegsanierung an der Münchener Straße zwischen Aschheim und Dornach sorgt derzeit für Irritation bei den Grünen.

Aschheim – Bäume, deren Wurzeln die Asphaltdecke beschädigten, wurden an den Geh- und Radwegen an der Münchener Straße gefällt. Notwendig wurde die Sanierung, da die Wurzeln der Bäume in den vergangenen Jahren großflächige Belagsanhebungen hervorgerufen hatten. Eine Nachpflanzung anderer Baumarten werde im Herbst 2020/Frühjahr 2021 erfolgen, kündigt die Gemeinde an. Vier weitere Bäume müssen noch ersetzt werden. Das will Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser im nächsten Umweltausschuss klären.

„Das machen wir schon seit 2017“, erklärte Bürgermeister Glashauser auf Nachfrage. „Damals waren es zehn Bäume, 2018 fünf Bäume, ein Jahr später 15 Bäume und heuer vier Bäume. Die Verkehrssicherheit für die Radlfahrer muss die Gemeinde gewährleisten“, so der Rathauschef.

Mehr und mehr sollen die Bürger schließlich das Radl nutzen, zur Fahrt zur Arbeit, zum Einkaufen und nicht zuletzt in der Freizeit. Eine radlfreundliche Kommune will Aschheim sein, muss daher seine Radwege auch für die immer schneller werdenden und routinierten Radler verkehrssicher gestalten. Der Mooswiesenweg und die verlängerte Hofstattstraße gelten als Ausweichrouten. Von den Aschheimer Grünen kam dennoch Kritik. Sie forderten einen sofortigen Stopp der Fällung der 15 Säulenpappeln an der Münchner Straße. „Wir sind erstaunt und verärgert, dies nicht in der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität beziehungsweise des Gemeinderats mitgeteilt bekommen zu haben. Wir fordern eine umgehende Begehung, Darstellung des Sachverhaltes sowie Prüfung aller möglichen geprüften Alternativen wie Asphaltaufdickung“, erklärt Walter Wiedenhofer, Co-Sprecher Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, in einem Schreiben an Bürgermeister Thomas Glashauser.

Der wies die Kritik zurück. Allein die Baumwurzeln zu beschneiden habe keinen Sinn, so Glashauser, denn damit sei die Standsicherheit der Bäume gefährdet. Der Bauhof fällt die Säulenpappeln entlang des Radwegs. Eine entsprechende Ersatzpflanzung mit weniger stark wurzelnden Bäumen werde dann durchgeführt. In der Regel entferne man auch nur jeden zweiten Baum, damit die anderen Baumwurzeln wieder Platz haben, so Glashauser, der als Gartenbauingenieur mit der Materie vertraut ist. Baumwurzeln können im Allgemeinen erheblich Schäden anrichten.

Insbesondere Weiden, Pappeln und Platanen sind wegen ihres flachen, ausbreitungsfreudigen Wurzelwerks berüchtigt. Bleiben solche Baumarten stehen, sind immer wieder teure Straßenbauarbeiten zu finanzieren. 

ar


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