Spektakuläre Funde

Archäologische Ausgrabungen in Aschheim

Archäologen machen in Aschheim unerwartete Entdeckung.

Unerwartete Funde aus spätrömischer Zeit haben Archäologen in Aschheim gemacht.

Westlich der Radebergerstraße in Aschheim fanden im Sommer archäologische Ausgrabungen im Vorfeld einer Bauerschließung statt. Gerechnet wurde mit Siedlungsspuren aus dem frühen Mittelalter, dem fünften bis achten Jahrhundert. Es kam allerdings ein wenig anders: neben ein paar Pfostengruben und der Spur eines flachen Grabens fanden sich sechs Körpergräber aus der Zeit des vierten Jahrhunderts. Aus dieser spätrömischen Zeit sind bislang in Aschheim nur spärliche Funde bekannt, weshalb die Gräber eine echte Bereicherung darstellen. Es handelt sich um Männer und Frauen, die auf dem bereits 2006 am Heimstettner Weg ausgegrabenen Landgut gelebt haben könnten.

Unter diesen Gräbern befand sich auch das eine Mannes, der eine ungewöhnliche Totenbehandlung erfahren hatte. So war sein Grab wohl kurz nach der Bestattung noch einmal geöffnet, sein Schädel vom Hals getrennt und auf den Bauch gelegt worden. Eine Enthauptung zu Lebzeiten scheint aufgrund der fehlenden Hackspuren an den Wirbeln eher unwahrscheinlich, ist aber momentan noch nicht ganz auszuschließen. Ursprünglich besaß der Tote einen Umhang, der auf der Schulter mit einer bronzenen Fibel verschlossen war und einen Gürtel mit bronzener Schnalle. Die Fibel fand sich allerdings zwischen seinen Beinen und seine Gürtelschnalle zu den Füßen.

Weiterhin war dem Toten eine Katze oder ein kleiner Hund in die Grabgrube gelegt worden. Eine solche Totenbehandlung ist für die spätrömische Zeit unüblich und gibt momentan noch einige Rätsel auf.

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