Welche Rolle spielt künftig der Ortspark?

Aktuelle Planungen für Kirchheim 2030 im Gemeinderat vorgestellt

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Interessierte Bürger konnten die Planungen für Kirchheim 2030 begutachten.

Kirchheim 2030 war erneut Thema im Gemeinderat. Diesmal waren sogar Fachleute vor Ort. Architekt Juri Goebel vom Stadtplanungsbüro bgsm präsentierte die aktuellen Pläne für die neue Ortsmitte. Dabei bedankte sich Bürgermeister Maximilian Böltl bei den bgsm-Team „für die gute Zusammenarbeit“.

Es wird noch eine Zeit dauern bis die Arbeiten von der Umwandlung des Strukturkonzepts zum Bebauungsplan abgeschlossen sind. Deshalb hatte der Architekt Juri Goebel auch Änderungen parat – einige davon kamen von den Bürgern.

Einer davon betraf den zirka 100.000 Quadratmeter großen Ortspark, bei dem die geplante Querverbindung entfallen wird. Diese Ost-West-Verbindung soll es nach der neuen Version im Norden hinter dem Park geben. „Damit gewinnt der Park an Qualität“ begründet Goebel diesen Schritt. Das sah Rüdiger Zwarg (Bündnis 90/Die Grünen) anders. Seiner Meinung wird dadurch der Ort zweigeteilt. Außerdem könne es zu Problemen beim öffentlichen Verkehr führen. 

Zudem sollen die im alten Konzept vorhandenen zahlreichen oberirdischen Stellplätze vermehrt in Tiefgaragen verlagert werden. Bei den verbliebenen oberirdischen sollen durch neue Zuordnungen die Wege zu den Garagen verkürzt werden. Bei der Verkehrsführung des Hausener Holzweg zur Heimstettner Straße gingen die Meinungen auseinander. Einige Räte wollten eine durchgängig befahrbare Route – die Planer rieten davon ab. Ihre Begründung: Die Autofahrer könnten die Straße als Schleichweg zur Hauptstraße nutzen. Der Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen am Hausener Holzweg gab Juri Goebel wegen zu geringen Verkehrsaufkommens keine Chance. Die Mehrheit der Anwesenden war dann doch gegen eine Durchgangsstraße. Einen Einschnitt soll es auch bei dem kleinen Wald zwischen den Ortsteilen geben. Dort wird ein Teil wegen des neuen Gymnasiums verkleinert. Der Wald soll später im Ortspark integriert werden.

Aus dem Gremium kamen noch Anregungen – beispielsweise gut ausgebaute und ungefährliche Wege zu den Schulen – oder die Errichtung einer Bushaltestelle am Rathaus. „Dazu laufen die Gespräche mit dem ÖPNV“, erklärte Maximilian Böltl. Der bedankte sich bei der Planungsgruppe, der die Gemeinderäte Gerd Kleiber (FDP), Franz Glasl (CSU) und Stefan Keck (SPD) angehören. Die wehrten sich gegen den Vorwurf von Susanne Merten-Wente (Bündnis 90/Die Grünen), die sich über mangelnde Informationen über den Planungsstand des Strukturkonzeptes beschwerte. Dazu Gert Kleiber: „Der Gemeinderat konnte gar nicht früher informiert werden, weil manche Vorschläge nicht von der Gruppe, sondern von den Bürgern kamen.“

Gerhard Fuhrmann

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