Fast wie ein Plattenbau

Kritik am Neubau „Grüne Mitte Kirchheim Park Carré“

94 Wohnungen und eine Tiefgarage umfasst das erste Gebäude von „Grüne Mitte Kirchheim Park Carré“.
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94 Wohnungen und eine Tiefgarage umfasst das erste Gebäude von „Grüne Mitte Kirchheim Park Carré“.
  • vonThomas Fischer
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In Kirchheim wird rege gebaut. Bei einem Neubau diskutierte der Gemeinderat, ob die Fassade zum Ortsbild passt.

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten – diese Erkenntnis traf in der Kirchheimer Gemeinderatssitzung voll zu. Es ging um ein Wohngebäude, das als erster Bauantrag „Grüne Mitte Kirchheim Park Carré“ innerhalb des Projekts Kirchheim 2030 behandelt wurde. Dieser kam bereits schon im Bauausschuss zur Sprache. Das Objekt der Diskussion ist ein Gebäude mit 94 Wohnungen und einer Tiefgarage mit 132 Stellplätzen – errichtet von der Demos Wohnbau

GmbH. Dessen Architektur konnte jedoch nach der Präsentation nicht jeden im Gremium überzeugen. Auf Michael Dirl (Junge Union) wirkt das 85 Meter lange weiße Gebäude „wie ein Plattenbau“, der während der Landesgartenschau immer im Blickfeld stehen wird. Das sah Bürgermeister Maximilian Böltl ganz anders. Er lobte die feingliedrigen Fassaden, die Anordnung der gleichgroßen Fenster und auch die kleinen „französischen“ Balkone, die 35 Zentimeter über die Fassade zur Straßenseite hinausragen. Das überzeugte Berit Vogel (Die Grünen) nicht – sie vermisst vor allem eine Fassadenbegrünung, die eine Auflockerung in den „Schlauchsilo“ bringen würde. Statt grüne Optik möchte Franz Graf (CSU) lieber Holzverkleidungen an den Fassaden, die „eher zum Ortsbild passen“.

„Man kann nicht jeden Geschmack treffen“ sagte Maximilian Böltl, der zudem auf die Mitarbeit des Gestaltungsbeirat hinwies, der „zahlreiche positive Gestaltungsvorschläge“ zum Gebäude beitrug. Zur Kritik von Berit Vogel entgegnete später der Rathauschef: „Die Flachdächer werden auf jeden Fall begrünt.“ Außerdem ging es bei dem Tagesordnungspunkt um das „erste“ Bauvorhaben – die anderen Gebäude könnten von der „Gestaltung ganz anders aussehen“ erklärte Böltl. Mit großer Mehrheit stimmte der Rat dem Antrag auf Baugenehmigung zu. Gerhard Fuhrmann

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