Zwei Mal hat’s gekracht

Zwei Mal hat es am Dienstag auf der A 99 kurz vor bzw. im Autobahnkreuz München-Ost gekracht. Zwei Mal waren LKWs aus Osteuropa in die Unfälle verwickelt, und beide Male hatten Mitarbeiter der Autobahnmeisterei im wahrsten Sinne des Wortes einen Schutzengel.

Der erste Unfall ereignete sich am Dienstag, 5. Oktober, kurz vor dem Autobahnkreuz München Ost in Fahrtrichtung Salzburg. Ein 20-jähriger slowenischer Fernfahrer geriet mit seinem 40 Tonnen schweren, mit Eisenteilen beladenen Sattelzug in eine Baustellenabsicherung auf dem rechten Fahrstreifen, rammte einen Lkw mit Sicherungsanhänger, den er circa 250 Meter weit auf einen weiteren Baustellen-Lkw schob. Die ineinander geschobenen Fahrzeuge kamen, nachdem sie eine Leitplanke durchbrochen hatten, im Grünstreifen an der rechten Fahrbahnseite zum stehen. Der Sattelzug grub sich bis zur Achse in die Böschung ein und konnte nur mit Hilfe eines Krans wieder auf die Fahrbahn gebracht werden. Dabei trat Diesel-Kraftstoff aus dem Tank des Sattelzuges aus und verteilte sich auf der Fahrbahn und in der Böschung. Der auslaufende Kraftstoff musste durch die Feuerwehr gebunden werden. Für die Bergungs- und Aufräumarbeiten mussten zwei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Süden für mehrere Stunden komplett gesperrt werden, was zu einem circa zehn Kilometer langen Rückstau und massive Behinderungen im Berufsverkehr führte. Nachdem die Unfallstelle geräumt war und der Verkehr wieder floss, krachte es gegen 12 Uhr nur wenige Kilometer weiter südlich direkt am Autobahnkreuz München-Ost. Ein 29-jähriger Kraftfahrer aus Rumänien wollte mit seinem Sattelzug von der A 94 auf die A 99 in Richtung Nürnberg wechselt. Hierbei übersah er die für Mäharbeiten am Straßenrand aufgestellten Sicherungsfahrzeuge der Autobahnmeisterei und streifte ein auf dem Seitenstreifen fahrendes Mähfahrzeug, das mit zwei Arbeitern besetzt war. Der Aufbau des Sattelzuges wurde durch die Wucht des Aufprall auf der rechten Seite aufgerissen, die Ladung verteilte sich auf der Fahrbahn. Die beiden Arbeiter der Autobahnmeisterei Hohenbrunn wurden leicht verletzt und mussten zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus verbracht werden. Zur Bergung der Fahrzeuge bzw. für die notwendige Umladung musste die Überleitung für mehrere Stunden gesperrt werden.

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