Vorschau für Unterföhring

Aktive Wirtschaftspolitik bleibt weiter Chefsache

Nach einem extrem umtriebigen Jahr, in dem Unterföhring mit Schul- und Sportcampus gleich zwei Großprojekte auf den Weg brachte, geht es 2017 in einem ähnlichen Takt weiter.

Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer  bleibt dabei seiner Linie treu, Beton so weit wie möglich aus dem Bild der Gemeinde fernzuhalten – wie schon bei der Planung des neuen Gymnasiums. Im Frühjahr steht der Spatenstich für die neue Musik- und Volkshochschule in Bahnhofsnähe an, die rötliche Klinkerfassade ist ganz nach Kemmelmeyers Geschmack. 

Auch die Tiefgarage am Bürgerfestplatz für rund 16 Millionen Euro („Wenn das Zelt weg ist, rollen die Bagger an“) und die Sanierung des zweiten Teils der Ortsdurchfahrt sind in Unterföhring Chefsache. Denn bei den großen, hier ansässigen Unternehmen wird Infrastruktur schnell zur Standortfrage. „Wenn ProSiebenSat1 kommt, kriegen die natürlich auch kurzfristig einen Termin bei mir. Das ist aktive Wirtschaftspolitik. Sonst geht es uns wie Unterschleißheim mit Mircrosoft“, mahnt Kemmelmeyer.

Um seine Ziele zu erreichen, schreckt er auch künftig nicht vor Konflikten zurück. In Bezug auf die unendliche Geschichte rund um den vierspurigen Ausbau des Föhringer Rings sagt er zum Beispiel: „Ich will den Münchner Oberbürgermeister nicht öffentlich an den Pranger stellen – aber ich scheue es auch nicht.“ Und CSU-Alleingänge wie die Verkehrskonferenz in Halbergmoos, von der er nur zufällig erfuhr, ärgern Kemmelmeyer.

Erfreuen soll sich die Unterföhringer dagegen an der gerade entstehenden Ortsrandeingrünung am Etzweg. Das Gelände, aus dem einmal ein abwechslungsreicher Park werden soll, wird gerade modelliert und eingerichtet. Es soll im ersten Halbjahr 2017 feierlich eingeweiht werden. Zukunftsweisende Pläne gibt es außerdem für das gerade erst im Gemeinderat beschlossene Hallenbad. Nach Auskunft der GEOVOL ist es technisch möglich, Wasser und Raumluft des Bades mit Geothermie zu heizen. Und zwei Vereine dürfen 2017 besonders stolz sein: Im Juni feiert erst der FC Unterföhring sein 90-jähriges Bestehen. Dann folgt der Trachtenverein, der sogar schon 100 Jahre existiert. mh

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