Wochenmarkt an neuem Platz

Wenn es geregnet hätte, wäre es auch nicht weiter schlimm gewesen, denn unter dem neuen Unterföhringer Marktdach sitzt man im Trockenen. Am ersten Marktsamstag auf dem Bürgerhausplatz jedenfalls war es mit Bier und Sonnenschein gleich doppelt gemütlich. Foto: Bühring

Für so ein Dach ist das Unterföhringer Marktdach ganz schön weit oben, irgendwie. Aber seinen Zweck scheint es zu erfüllen: Die paar Tropfen Regen, die am Samstagmorgen auf Unterföhring gefallen sind, haben den Boden des neuen Marktplatzes vor dem Bürgerhaus nicht erreicht, unter dem Dach bewegte man sich trockenen Fußes. Als dann auch noch die Sonne schien, zeigte sich: Das könnte was werden, mit dem Wochenmarkt da auf dem Bürgerhausplatz.

Gemüsehändler, Bäcker, Fischmann, Metzger, Hendlbrater, Honigmann und Gärtnerin sind vom seit über 10 Jahren angestammten Rathausparkplatz unter das Marktdach umgezogen, haben sich im Viereck darunter gestellt und eine Wagenburg gebildet. In ihrem Inneren tummeln sich die Kunden und wer nichts mehr zu tun hat, hat es sich an des Bäckers Tischen mit einem Weißbier gemütlich gemacht. Auch wenn einige der alten „kuscheligen“ Lage des Marktes hinterher trauern, so sehen die meisten Gäste die neue Lage positiv. Er ist leicht zu erreichen, es gibt Parkplätze (das Parkhaus des Bürgerhauses ist geöffnet) und man kann flanieren. Für Johann Karl, den Obmann der Marktleute, ist ein ganz wesentlicher Aspekt auch die gute Einsehbarkeit des Marktes von der Münchner Straße aus. „Zu unserer Stammkundschaft wird jetzt vielleicht auch der eine oder andere kommen, der uns im Vorbeifahren gesehen hat, das ist gut.“ Unter dem Marktdach fänden alle Anbieter gut Platz und für die Kunden, die sich regelmäßig für Kaffee, Bier und Weißwürste auf dem Markt niederließen, sei es doch ein Plus, wenn sie auch im Sommer bei kleinen Regenschauern einfach sitzen bleiben könnten. Bürgermeister Franz Schwarz, der den neuen Standort mit einer Runde Gratis-Glühwein und -Früchtepunsch einweihte, wies in seiner kurzen Begrüßung auf die Bibliothek hin, die nun extra auch am Samstag zwischen 10 und 14 Uhr geöffnet sei, um den Bürgern so gleich zwei schöne Dinge an einem Platz zu ermöglichen: Essen und Lesestoff für das Wochenende zu besorgen. Kerstin Bühring

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