Viel mehr als okay, Baby!

Münchens Newcomer-Band „schonOKbaby“ beim Shooting Star-Festival in Ingolstadt

München Es geht um Besserwisser, Lebensgefühle, um die große Liebe und um den Moment, der alles bedeuten kann und viel zu oft viel zu schnell zerbricht – es sind die Geschichten von Sängerin Anina, die die Münchner Newcomer-Band „schonOKbaby“ transportiert. Die Form dafür: rotziger, eingängiger, melodischer Gitarrensound. Oder wie es Anina beschreibt: „Die Jungs flippen auf der Bühne aus, und ich bin die ruhige Stimme, die alles zusammenhält.“ „schonOKbaby“, das sind Bassist und Texter Sven, die beiden Gitarristen Robin und Jimmy sowie Schlagzeuger Terry und Sängerin Anina – eine bunt zusammengewürfelte Truppe, die zwei Dinge zusammenhält: die Liebe zur Musik und das Ziel, auf Tour zu gehen. „Wir brauchen eine Plattform, um unsere Musik zu verbreiten. Dafür brauchen wir eine Plattenfirma“, erklärt Robin. Ein Wunsch, der schon bald in Erfüllung gehen könnte: Kürzlich sind „schonOKbaby“ beim Shooting Star-Festival in Ingolstadt aufgetreten – ein Festival, bei dem sich auch zahlreiche Plattenbosse tummeln. Den Auftritt haben sie beim Radiosender Bayern 3 im Rahmen eines Bandwettbewerbs mit dem Song „Genau wie du“ gewonnen – wie auch Sänger Mickey Monroe aus der Maxvorstadt, der ebenfalls auf der Bühne in Ingolstadt stand. Zurück zu „schonOKbaby“: Während sich Sven und Robin schon aus Studienzeiten kennen (beide haben ihr Jura-Studium wegen der Musik geschmissen) und immer wieder gemeinsam Musik gemacht haben, stießen die anderen Bandmitglieder erst vor eineinhalb Jahren dazu. „Anina haben wir beim Weggehen kennengelernt“, erzählt Sven. Den beiden Freunden kam die 22-Jährige gleich bekannt vor – kein Wunder: Anina hat bei der Casting-Sendung Popstars mitgemacht, als sich die Band „Nu Pagadi“ formierte. Anina kam unter die letzten Fünf. Mit der gebürtigen Schweizerin haben die beiden Münchner (Sven wohnt in Moosach, Robin im Lehel) eine höchst professionelle Sängerin gefunden: „Anina macht seit 15 Jahren nichts anderes als Musik. In der Schweiz ist sie schon als Musical-Darstellerin bekannt“, sagt Robin, der genauso wie Sven mit Videoschnitten und ähnlichem seine Brötchen verdient. Anina war es dann auch, die die Brüder Jimmy und Terry ins Boot holte – „zwei verrückte Italo-Amerikaner, die 24 Stunden am Tag Musik machen“, sagt Robin. Als Band komplett, ging es erstmal ins Studio, es folgten Auftritte in ganz München – Auftritte, bei denen schon der eine oder andere Produzent Interesse bekundete, so manche Plattenfirma anklopfte. Ein Erfolg, den die Band auch ihrer Heimatstadt zuschreibt: „München tut uns einfach gut“, betont Anina. Und Robin merkt an: „München ist sauber, kaum gefährlich und Natur pur. Hier fühle ich mich wirklich behütet.“ Ein Idyll also, das auch die Kreativität fördert: „Ich gehe zum Texten oft an die Isar“, sagt Sven. „Und im Englischen Garten ein Buch zu lesen, das ist einfach Urlaubsgefühl pur.“ Bei soviel Begeisterung für München steht für die Band eines bereits fest: „Klar, wir sind rotzig und würden vielleicht besser nach Berlin passen. Wir wollen aber nicht weg, denn wir fühlen uns hier wohl“, betont Robin. „Außerdem: „Wir wollen auch zeigen, dass rotzige Musik sehr wohl auch aus München kommen kann.“ Tanja Bitterer

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