Unterföhring: Ja zu einem Gymnasium

Bei ihrer jüngsten Sitzung haben die Unterföhringer Gemeinderäte ihrem Wunsch nach einem eigenen Gymnasium Nachdruck verliehen. Einstimmig beschlossen sie, dass die Gemeinde auf jeden Fall als Standort zur Verfügung stehe und nicht nur, wie noch im Oktober beschlossen, bei entsprechenden Zahlen nach einer Schulbedarfsumfrage. Angesichts der neuesten Entwicklungen in der Diskussion um das Garchinger Werner-Heisenberg-Gymnasium wolle man „einen größeren Hut in den Ring werfen“, sagte Bürgermeister Franz Schwarz.

Die Stadt Garching ist bemüht, eine gute Lösung zu finden, berichtete Schwarz. Neben einer verträglichen Sanierung oder einem neuen Standort bei der TU seien jetzt auch noch Grundstücke zwischen der B 471 alt und der B 471 in Garching im Gespräch. „Bevor jetzt an dem neuen Standort wieder ein Gymnasium mit 1200 Schülern entsteht, sollte man im Zweckverband über zwei kleinere Gymnasien an verschiedenen Standorten nachdenken“, so die Ansicht von Schwarz. Unterföhring verfüge mit einem Grundstück südlich der Allianz über einen höchst attraktiven Standort direkt an der Erschließungsachse der S 8 und unmittelbar am S-Bahnhofsausgang. „Hier könnten wir auch den Münchnern einen Stein ins Wasser werfen.“ Die Gemeinden Ismaning mit der Realschule, Garching und Unterföhring mit Gymnasien, wären ein schönes Schuldreieck im Norden der Landeshauptstadt. Pro und Contra CSU-Gemeinderat Josef Ebert, der zugleich Mitglied im WHG-Zweckverband ist, wollte sich von der Begeisterung zunächst nicht anstecken lassen. Es sei doch besser, ein großes, gut ausgestattetes Gym­nasium in der Gegend zu haben als zwei kleine Schulen, meinte er. „Ziel ist es doch“, konterte Schwarz, „zwei sehr gut ausgestattete Schulen unterschiedlicher Ausrichtung zu haben“. Auf die Frage von Manuel Prieler (PWU), warum man als Standort nicht das im Flächennutzungsplan auch dafür vorgesehene Areal nördlich des Sportzentrums berücksichtige, meinte Schwarz, dass es sich hier um sehr alte Planungen handle. Der Standort sei im Verhältnis zum Platz südlich der Allianz, an der Ottostraße, nicht optimal. „Wenn wir das Anliegen ernsthaft präsentieren wollen, dürfen wir uns nicht in eine Standortdiskussion wie in Garching verwickeln“, mahnte Andreas Post (SPD) und der Rat gab ihm Recht. Einstimmig waren die Räte dafür, Unterföhring als Gymnasiumsstandort zur Verfügung zu stellen. Wenn Unterföhring ein zweites Gymnasium in geeigneter Größe und Ausstattung in Aussicht gestellt werde, stehe man der Standortfrage in Garching offen gegenüber, heißt es im Beschluss weiter. Einen Termin für ein Gespräch im Kultusministerium hat Bürgermeister Franz Schwarz noch für November vereinbart. K. Bühring

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